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Sicherheitsabstand zwischen Sitzen: Neuer Premium-Fernbus steuert Nürnberg an

Die schwäbische Firma Roadjet steigt in das Busgeschäft ein - 11.08.2020 10:44 Uhr

Die schwäbische Firma Roadjet steigt in das Fernbusgeschäft ein und möchte mit seinem Premiumangebot Flixbus & Co Konkurrenz machen.

© Frank Dettenmeyer, dpa


Einmal vormittags, einmal spätabends geht es von Stuttgart über Nürnberg in die Hauptstadt und zurück: "Wir haben in Bussen größeres Potenzial gesehen, als das, was derzeit genutzt wird", begründet Inhaber Muhammed Simsek seine Idee eines Luxusbusunternehmens. Die Fahrt von der Noris an die Spree kostet knapp 25 Euro. Roadjet liegt damit über dem Niveau von Marktführer Flixbus und konkurriert mit den Sparpreisen der Bahn.

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Die Corona-Pandemie funkte dem Startup jedoch dazwischen. Eigentlich, so Simsek, hätten seine Busse schon im Mai an den Start gehen sollen, dann gab es Lieferschwierigkeiten. Dafür steige man nun "corona-konform" ins Geschäft ein, im Bus herrsche ohnehin größerer Abstand zwischen den Sitzen, zudem gilt die Maskenpflicht. Am Einlass werde die Temperatur der Passagiere gemessen und per Videoüberwachung sichergestellt, dass jeder seine Maske auch wirklich trägt. "Die Daten werden jedoch nicht gespeichert", versichert Simsek.


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Die Busauslastung sei wegen der Pandemie erst einmal irrelevant, vielmehr gehe es darum, in einer dreimonatigen Testphase herauszufinden, ob das Konzept um Massagesitze und Waschräume auf Rädern überhaupt zukunftsträchtig ist. Die ersten Rückmeldungen stimmen Simsek optimistisch: "Wir bekommen gutes Feedback und haben viele Buchungen."

Wenn alles glatt läuft, will Roadjet sein Streckennetz ausbauen: Bis zu 30 Städte wollen die Schwaben mittelfristig ansteuern und dabei gleichzeitig die Zahl der Fahrten pro Tag erhöhen.

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WOLFGANG SEMBRITZKI

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