14°

Dienstag, 04.08.2020

|

zum Thema

Gehälter-Check: So viel verdienen die Franken

Große Unterschiede zwischen Regionen, Berufen und Branchen - 26.01.2018 05:58 Uhr

Bei den Gehältern trennen Süd- und Ostdeutschland halbe Welten. © Arno Burgi (dpa)


Am besten verdienen laut "Gehaltsatlas 2018" Arbeitnehmer in Hessen: Sie bekommen 12,8 Prozent mehr als den deutschen Durchschnittslohn, der bei 44.000 Euro brutto pro Jahr liegt. Es folgen Baden-Württemberg mit zehn Prozent und Bayern mit 6,4 Prozent über dem Schnitt.

Die Daten stammen nach Angaben von gehalt.de von über 750.000 Beschäftigten, die überwiegend keine Personalverantwortung tragen und einen Fragebogen der Internetplattform ausgefüllt haben, oder von befragten Arbeitgebern.

Am niedrigsten ist das Lohnniveau mit 73,5 Prozent des Durchschnittsgehalts demnach in Mecklenburg-Vorpommern. In den ostdeutschen Bundesländern haben eher kleinere Unternehmen ihren Sitz. Es gilt laut der Analyse aber die Faustregel: Je mehr Beschäftigte, desto höher der Durchschnittsverdienst. Die großen Unternehmen sitzen eher im Süden und Westen.

Bilderstrecke zum Thema

Money, money, money: Dafür geben die Nürnberger ihr Geld aus

Die deutschen Verbraucher sind optimistisch wie selten zuvor. Das Nürnberger Marktforschungsunternehmen GfK rechnet mit steigenden Einkommen. Urlaub auf der Trauminsel, Windeln oder doch ein neues Auto: Für was geben die Nürnberger eigentlich ihr Geld aus? Welchen Wunsch würden Sie sich mit viel Geld erfüllen und mit welchem Kauf haben Sie sich zuletzt selbst belohnt? Wir haben uns umgehört.


Stuttgart und München deutlich vor Nürnberg

Das geografische Gefälle zeigt sich auch bei den Landeshauptstädten: So verdienen die Arbeitnehmer in Stuttgart 27,6 Prozent mehr als der deutsche Durchschnitt, in München sind es 26,1 Prozent mehr. In Nürnberg liegen die Brutto-Gehälter 7,2 Prozent über dem Schnitt, wie gehalt.de-Analysten auf Anfrage der Nürnberger Nachrichten berechneten. In Schwerin fehlen den Lohnempfängern hingegen 23,9 Prozent zum Durchschnitt.

In Mittelfranken hatte jeder Bürger im Jahr 2015 durchschnittlich 23.005 Euro zur Verfügung - nach Abzug von Steuern und Sozialabgaben -, wie die bayerische Regierung vergangenes Jahr auf Anfrage der SPD mitteilte. In Oberbayern lag das verfügbare Jahreseinkommen zur gleichen Zeit bei 25.868 Euro, in Unterfranken bei 22.281 Euro, in Oberfranken bei 22.248 Euro und in der Oberpfalz bei 21.592 Euro.

Bilderstrecke zum Thema

Siemens, Datev und Co.: Das sind die Top-Arbeitgeber in Mittelfranken 2019

Unsere Bilderstrecke zeigt die größten Arbeitgeber in Mittelfranken. Sie beschäftigen derzeit etwa 128.600 Mitarbeiter unter anderem an den Standorten Nürnberg, Fürth, Erlangen, Ansbach, Zirndorf, Heroldsberg und Herzogenaurach.


Angestellte Ärzte verdienen am meisten

Große Unterschiede gibt es natürlich zwischen verschiedenen Berufen. "Wer in Deutschland gutes Geld verdienen möchte, sollte Arzt werden", schreiben die Gehaltsatlas-Autoren. "Das gilt heute genauso wie vor vielen Jahren." Ein angestellter Oberarzt erhalte im Schnitt 121.207 Euro brutto im Jahr, ein Facharzt 82.406 Euro. In einer ähnlichen Liga spielen beispielsweise Fondsmanager mit durchschnittlich 84.025.

Zum Vergleich: Ärzte mit eigener Praxis konnten laut dem Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung (Zi) für das Jahr 2015 mit einem Brutto-Überschuss von 160.000 Euro rechnen. Je nach Fachbereich und Lage der Praxis kann es auch deutlich mehr oder weniger sein.

Am unteren Ende der Lohnskala rangieren Zimmermädchen und Roomboys mit 20.641 Euro, Küchengehilfen mit 21.342 Euro, Friseure mit 22.816 Euro und Kellner mit 23.239 Euro.

Bayerische Industrie zahlt deutlich mehr als Gastronomen

In Bayern gibt es viele erfolgreiche Industrieunternehmen. Davon profitieren die Beschäftigten, denen in den hiesigen Auto-, Luftfahrt- oder Halbleiterbranchen Durchschnittsbruttogehälter von 64.000 bis 78.000 Euro gezahlt werden. In Hotels und Gaststätten, Call-Centern, sozialen Einrichtungen oder im Handwerk sind es hingegen nur 30.000 bis 36.000 Euro.

Daniel Hertwig E-Mail

3

3 Kommentare

Seite drucken

Seite versenden



Um selbst einen Kommentar abgeben oder empfehlen zu können, müssen Sie sich einloggen oder sich zuvor registrieren

Ihr Kommentar

Ihr Kommentar:

Bitte beachten Sie unsere Netiquette.

weitere Meldungen aus dem Ressort: Wirtschaft