Sonntag, 17.11.2019

|

zum Thema

"Beratungsdiebstahl": Braunschweiger Händler verlangt jetzt Beratungsgebühr

10 Euro fallen an - weil Kunden lieber Online kaufen - 23.10.2019 12:34 Uhr

Ein Braunschweiger Einzelhändler geht mit einer Gebühr gegen Beratungsdiebstahl vor. © Christophe Gateau, dpa


"Wegen erhöhtem Beratungsdiebstahl sehen wir uns gezwungen, ab sofort eine Beratungsgebühr von 10 Euro zu erheben". Das steht auf einem Schild in dem Geschäft für Maschinen, Werkzeuge und Elektrogeräte in der Innenstadt.

"Zu 99 Prozent sind die Rückmeldungen positiv", sagte Inhaber Jürgen Weferling. Auf der gerade beendeten Einkaufsmesse Infa in Hannover sei er oft auf die Maßnahme angesprochen worden. Ein Bericht der Braunschweiger Zeitung über die seit Beginn des Jahres laufende Aktion habe auch zu viel bestärkendem Feedback geführt. Also bleibt der Geschäftsmann bei der Gebühr, die er aber eher als Hinweis für die Kunden versteht, mit dem Thema sensibler umzugehen.

Verbraucherschützer zeigen Verständnis, stellen aber den Erfolg infrage: "Möglicherweise weicht manch ein Kaufinteressent auf größere Ketten aus, die es nicht nötig haben, eine Beratungsgebühr zu erheben", sagte Mona Semmler von der Verbraucherzentrale Niedersachsen. "Beratungsdiebstahl" wurde laut niedersächsischer Industrie- und Handelskammer (IHKN) in den Anfängen des Online-Handels von stationären Händlern häufiger als Problem benannt, hat sich inzwischen aber relativiert.

dpa

4

4 Kommentare

Seite drucken

Seite versenden



Um selbst einen Kommentar abgeben oder empfehlen zu können, müssen Sie sich einloggen oder sich zuvor registrieren

Ihr Kommentar

Ihr Kommentar:

Bitte beachten Sie unsere Netiquette.

weitere Meldungen aus dem Ressort: Wirtschaft