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Adidas büßt fast gesamten Quartalsgewinn ein

Corona setzt dem Sportartikelhersteller aus Herzogenaurach zu - 27.04.2020 12:51 Uhr

Adidas-Sportartikel haben sich im 1. Quartal deutlich schlechter verkauft als gehofft. Grund ist die Coronakrise. © Daniel Karmann, dpa


Der Sportartikelhersteller Adidas hat im ersten Quartal wegen der Corona-Pandemie finanziell schwer leiden müssen: Umsatz und Gewinn sind massiv eingebrochen, wie das Unternehmen in Herzogenaurach mitteilte. Der Gewinn aus fortgeführten Geschäftstätigkeiten, die entscheidende Messgröße bei Adidas, verlor um 97 Prozent und lag nur noch bei 20 Millionen Euro. Im zweiten Quartal erwartet Adidas noch heftigere Einbrüche. Das Unternehmen geht davon aus, dann operativ in die Verlustzone zu rutschen.

Adidas-Umsatz ging um 19 Prozent zurück

Das Betriebsergebnis betrug im ersten Quartal mit 65 Millionen Euro nur einen Bruchteil der im Vorjahr erzielten 875 Millionen Euro. Hier belasteten etwa Stornierungen von Bestellungen.

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Der Umsatz ging um 19 Prozent auf 4,75 Milliarden Euro zurück. Die wirtschaftlichen Auswirkungen der Coronakrise belasteten in den ersten zwei Monaten des Jahres vor allem die Geschäfte im asiatischen Raum und hier insbesondere in China - nach den USA zweitwichtigster Einzelmarkt für Adidas. Dort verbuchte Adidas Umsatzverluste von 800 Millionen Euro oder 58 Prozent. Ab Mitte März griff die Krise dann auch auf die anderen Märkte weltweit über.

Derzeit seien weiter mehr als 70 Prozent der Läden geschlossen, erklärte Adidas. Den Erwartungen von Adidas zufolge dürfte sich das Umsatzminus in den Monaten April bis Juni auf währungsbereinigt mehr als 40 Prozent belaufen.

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Die Umsatzentwicklung in China habe sich zwar in den ersten drei Aprilwochen allmählich erholt. Auch der Erlös im Online-Geschäft nahm laut Adidas deutlich zu - um 55 Prozent etwa im März. Doch kann dies die Umsatzverluste aus den Laden-Schließungen nicht ausgleichen. Wegen der anhaltenden Unsicherheiten verzichtet Adidas weiter auf einen Ausblick für 2020. Die ursprüngliche Prognose hatte der Konzern wegen der wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise zurückgezogen.

Das Unternehmen hatte bereits vor Wochen mit Gegenmaßnahmen reagiert. Ein geplantes Aktienrückkauf-Programm im Volumen von rund einer Milliarde Euro wurde gestoppt. Vorstand und erweitertes Management verzichteten auf Teile ihre Bezüge. Die Bundesregierung gewährte einen Konsortialkredit unter Führung der staatlichen Förderbank KfW in Höhe von bis zu drei Milliarden Euro.


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dpa

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