Mittwoch, 20.11.2019

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Wandern rund um Rothenburg ob der Tauber

An Heilquellen vorbei zum wilden Bad am Rand der Frankenhöhe - 11.10.2019 14:44 Uhr

An Heilquellen vorbei zum wilden Bad am Rand der Frankenhöhe © NN-Infografik


Die Routen stammen jeweils aus den Wanderbüchern des Verlages Nürnberger Presse. Das Besondere: Weil es immer weniger geöffnete Wirtshäuser gibt, porträtieren wir Gasthöfe, die an der Strecke liegen und den Wanderer willkommen heißen. Jetzt müssen Sie nur noch loslaufen!

Am Westrand der Frankenhöhe entspringen die Altmühl, die über die Donau ins Schwarze Meer fließt, und die Aisch, deren Wasser letztlich die Nordsee erreichen. Wir befinden uns im Bereich der Europäischen Wasserscheide. Der Tiefenbach, ein Zufluss zur Aisch, durchschneidet Waldhänge.


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Am Bahnhof Steinach bei Rothenburg finden wir die Markierung Rotkreuz (auch WS-Wasserscheideweg) und gehen auf der Bahnhofstraße zur B 470. Dort rechts unter der Bahn hindurch, geradeaus, nach 20 Metern nach links in den Wirtschaftsweg (Am Fuchsenberg). An der Verzweigung dann nach rechts, zur anderen Bahnlinie hin. Auf dem Wiesenweg links neben der Bahnlinie bis zu einer größeren Kreuzung auf freiem Feld (rechts ein Bahnübergang). Hier auf dem Schotterweg nach links, den wir aber nach 200 Metern bei erster Gelegenheit (kleiner Wegweiser Wildbad) mit dem Rotkreuz-Zeichen zum Wald hin wieder nach links verlassen.

Am linken Rand des Wiesengrundes zieht der grasige Weg ins Tal, der von Büschen und Bäumen gesäumte Tiefenbach an der rechten Seite. Wir gehen meist am Waldrand. Später aber geradeaus in einen schönen Laubwald hinein, immer gut vom Rotkreuz-Zeichen (auch WS-Weg) geführt. Im Wald steht im Frühjahr der Bärlauch, im Mai blüht die blaue Teufelskralle und im Juni der Türkenbund. Wir bleiben, gemächlich ansteigend, immer neben dem Tiefenbach- Graben. Über eine größere Wegspinne und den kreuzenden Waldweg geradeaus hinweg. Ein kurzes Stück Schotterweg, den wir aber nach etwa 150 Metern nach rechts (beinahe geradeaus), auf einem schmaleren Weg mit Rotkreuz verlassen (der breitere Schotterweg zieht nach links). Nun noch einmal etwa 500 Meter bis zum Ende des verzweigten Quellgebiets im Tiefenbachtal. Wir sehen die ersten Gebäude von Wildbad.


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Wildbad hält,was der Nameverspricht. Von dichtem Wald umgeben, stehen einige stattliche Sandstein- und Fachwerkbauten, die aus der Markgrafenzeit des frühen 18. Jahrhunderts stammen. Brünnlein und Heilquellen fließen und gelegentlich stolzieren sogar prächtige, ansonsten ohnehin unüberhörbare Pfauenvögel umher.

Anmerkung: Man kann nun geradeaus weitergehen, etwa 400 Meter bis zur Hauptstraße. Am Parkplatz gibt es Informationen zur Wasserscheide zwischen Main und Donau. Hinweisschilder weisen nach rechts zu dem in wenigen Minuten erreichbaren, einsamen Hirschteich im Quellgebiet der Altmühl. Dort stehen wir auf der anderen Seite der Wasserscheide. Fließt noch der Tiefenbach zur Aisch, strömt ab hier alles in Richtung Donau. Auf gleichem Weg zurück.

Links vom Gasthof Wildbad die lange Treppe hinauf zum Hotelparkplatz und an dessen linker Seite auf schmalem Weg ohne Markierung weiter aufwärts. 

Nach wenigen Metern queren wir einen Forstweg und gehen auf einem schmalen Fußweg weiter geradeaus (Wegweiser Teufelshäusel). Der Weg ist ziemlich steil und führt in einer Serpentine aufwärts. Hinauf bis zum nächsten Querweg (etwa 250 Meter ab Gaststätte). Bald verebnet der Weg, er läuft völlig gerade, und wir überqueren erneut einen breiteren Forstweg, der mit dem WS-Zeichen markiert ist.

Wir gehen weiter geradeaus, dem Wegweiser zum Teufelshäusel folgend. Unverändert schnurgerade und auch fast eben führt der Weg. Er wurde 1714 als Alleen-Weg für Markgraf Georg Wilhelm von Bayreuth angelegt. Wir gehen durch den sehr lichten Buchenwald, der hier den flachen Höhenrücken des Schlossbergs bedeckt. Am Ende der langen Geraden steht das sogenannte Teufelshäusel. Es ist eigentlich aber nur ein mit Treppe und Plattform versehener Baum am nordöstlichen Rand der Frankenhöhe, der wegen der hohen Bewaldung auch nur eine eingeschränkte Fernsicht bietet.

Ab dem Teufelshäusel folgen wir der WS-Markierung des Wasserscheideweges, die uns bis zum Schlossberg begleiten wird (auch Grünstrich). Den Weiterweg nehmen wir nach halblinks (Schlossberg). Nach etwa fünf Minuten bietet sich am Hang eine prächtige Aussicht über das Windsheimer Becken auf dieSilhouetteder ehemaligen Reichsstadt, die mächtige Burg Hoheneck bei Ipsheim und den breit hingelagerten Steigerwald im Norden.

Im Linksknick weiter mit der WS-Markierung. Nach wenigen Schritten dann nach rechts auf einen Schotterweg. Achtung: nach etwa 300 Metern mit dem Zeichen WS-Weg nach rechts (Grünstrichweg verlässt uns kurz). Wir folgen dem schmalen Pfad, der mit nur wenig Abstand am Steilhang (rechts) entlangführt. Bald taucht auch der Grünstrich wieder auf. Über den hier fast völlig flachen, plateauartigen Schlossberg, nun eine längere Strecke in westlicher Richtung, weiter durch lichten Wald. Immer wieder gibt es einen freien Blick hinüber zum Steigerwald. Im Norden sichtbar, die Kuppen des Hohenlandsberg (498m). Der Weg führt immer hart an der Abbruchkante entlang. Die Markierungen mit dem WS-Zeichen (auch Grünstrich) sind spärlich gesetzt, der Weg ist aber nicht zu verfehlen. Eine Ruhebank markiert die westliche Ecke des Schlossberg -Plateaus.

Links haltend geht es auf einem schmalen Pfad weiter. Nach ca. 250 Metern dann mit Grünstrich-Markierung scharf rechts ab (WS-Weg geradeaus). Der Wanderweg führt nicht allzu steil abfallend am Hang entlang und mündet nach einigen Minuten in einen Forstweg. Rechterhand an einer großen Wegspinne die knorrige Rolandseiche.

Wir folgen dem rechts abwärts führenden breiten Schotterweg, biegen aber schon nach 20 Metern halblinks ab und folgen nun auf den nächsten gut 200 Metern ohne Markierung dem Wegweiser Steinach Bhf. auf einem ausgefahrenen Waldweg. Er geht bald in einen schmalen Fußpfad über und führt weiter abwärts. Rechts und links steht teilweise dichtes Unterholz, aus dem einzelne, mächtige Eichenbäume hoch aufragen. Dieser Waldteil ist aber rasch durchquert. Linkshaltend geht es dann wieder mit der Grünstrich- Markierung auf einem Forstweg weiter. Wir haben mit dem kurzen Stück ohne Markierung also den großen Bogen des Grünstrichweges um die Rolandseiche abgekürzt.

Später an einer Wegespinne rechts, weiter leicht abwärts. Bald wird unten schon der Talgrund sichtbar. Hier aber Achtung: etwa 200 Meter vor dem Talgrund zeigt die Grünstrich-Markierung nach links. Es ist ein schattiger, hohlwegartiger Waldweg, der abwärts führt und nach wenigen Minuten auf die Bahnstrecke Würzburg– Ansbach trifft. Hier nach links auf dem landwirtschaftlichen Weg, direkt links vom Bahnkörper. Teils ein Stück im Wald, teils am Waldrand, dann auch neben den Feldern gehend erreichen wir die B 470 und folgen nun wieder dem Zeichen Rotkreuz, das uns auf bekanntem Weg zurück zum Ausgangspunkt in Steinach bringt. 

Tipps zur Anfahrt:

Anfahrt mit dem Auto nach Steinach bei Rothenburg: Über A 7 (Ausfahrt Bad Windsheim), weiter über B 470. Auch: Über B 8 (Neustadt/Aisch) weiter über B 470.

Anfahrt mit öffentlichen Verkehrsmittel: Mit R 8 (über Ansbach) Auch: Mit R 81 ab Neustadt/Aisch (über Bad Windsheim) zum Bahnhof Steinach.

Wanderstrecke: Steinach – Wildbad – Teufelshäusel – Schlossberg – Steinach

Tourencharakter: 8,5 Kilometer lange Waldwanderung mit mäßigen Steigungen. Zu jeder Jahreszeit möglich.

Einkehrmöglichkeiten: Hotel Gallmersgarten in Steinach und Hotel und Waldgasthof Wildbad in Burgbernheim.

Im Zeitungsshop oder in den Geschäftstellen des Verbreitungsgebietes kann der Wanderführer erworben werden!

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