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Wieder Griechenland! Club kriegt Canadi von der Payroll

Der ehemalige FCN-Coach trainiert wieder Atromitos Athen - 29.07.2020 18:05 Uhr

Damir Canadi hat einen neuen, alten Arbeitgeber.

© Sportfoto Zink / Daniel Marr, Sportfoto Zink / DaMa


"Es ist fix! Ich freue mich zurück bei Π.Α.Ε. Ατρόμητος Αθηνών 1923 - Atromitos F.C. zu sein und viele bekannte Gesichter wiederzusehen. χαίρομαι τρομερά!" Fand, schrieb und neugriechelte Damir Canadi. Der beim FCN gescheiterte Atromitos-Hero, als es am Mittwoch darum ging, seine Heimkehr zum griechischen Erstligisten auch in den sozialen Medien publik zu machen - und an seine Erfolgsgeschichte mit dem alten und neuen Arbeitgeber zu erinnern.


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Ein "Danke an den 1. FC Nürnberg für die tolle Zusammenarbeit und weiterhin alles Gute", schob der 50-Jährige an gleicher Stelle auch hinterher. Mehr Eindruck als in diesem recht lapidaren Abschiedsgruß vermittelt, wird jedoch nicht bleiben. Mit Blick auf Damir Canadi und den FCN, nach einer Kooperation, die der Club wie auch sein damaliger Trainer vor etwas mehr als einem Jahr ziemlich optimistisch in Angriff genommen hatten.

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Kurzbesuch beim Club: Die Amtszeit von Damir Canadi in Bildern

Beim 1:3 in Bochum stand Damir Canadi zum letzten Mal als Club-Coach an der Seitenauslinie. Im Sommer beim aufstiegswilligen Altmeister noch als Entwicklungs-und-Bundesliga-Rückkehr-Helfer engagiert, fehlten dem auf seine Fußball-Idee beharrenden Österreicher zuletzt das Glück und die Erfolge, um beim FCN weiter arbeiten zu können. Canadi auf der Kommandobrücke - fünfeinhalb Monate in Bildern!


Der Österreicher, bei Damals-noch-Sportvorstand Robert Palikuca schon in Düsseldorf auf dem Zettel, wollte dem FCN mehr Aktivität verordnen, ließ diesen reißbrettartig, von der Idee her auch ansprechend nach vorne spielen. Etwas, was jedoch nur selten funktionierte, den Vorstellungen Canadis entsprach und im harten Zweitliga-Betrieb zu oft in die Hose ging. Weil das mit Canadi und dem Club - ein Fehlgriff, den auch Ex-Sportvorstand Palikuka unlängst eingestehen musste - folglich ziemlich schief lief, musste der Austro-Kroate nach einem runden Dutzend weitgehend unerfolgreicher Spiele den Dienst quittieren.

Die Niederlage in Bochum - ein weiterer Nachweis eklatanter Nürnberger Hilf- und Planlosigkeit unter der Aufsicht des Wieners - war Anfang November dann auch die letzte Partie, welche der vom Aufstiegsaspiranten zum Abstiegskandidaten mutierte Altmeister unter der Anleitung Canadis absolvierte. Nun nimmt der seit Winter beim FCN Freigestellte - sein Engagement in Griechenland entlastet den Club-Geldbeutel erfreulicherweise - einen neuen Anlauf. Auf vertrautem Terrain. Hellas!

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Palikuca muss gehen. Der amtierende Sportvorstand verlässt zum 31. Juli, nach etwa 15 Monate den 1. FCN. Er begleitet den Club damit nur eine verhältnismäßig kurze Zeit in der traditionsreichen Vereinsgeschichte. Hier kommen alle relevanten Amtshandlungen Palikucas beim Club und die davon begleiteten Höhen und Tiefen der vergangenen Monate.


Bei Atromitos Athen hat sich Canadi bereits einen Namen gemacht; er führte den Vorort-Klub nach Auswärtssiegen gegen Serienmeister Olympiakos und AEK zum ersten Mal in seiner bald 100-jährigen Geschichte an die Tabellenspitze und schließlich in den europäischen Wettbewerb.

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Ein Kunststück, das Canadi im Folgejahr wiederholte, indem er den Klub, kein Schwergewicht des griechischen Vereinsfußballs eigentlich, zur nächsten Europapokal-Teilnahme dirigierte und weit oben im hellenischen Fußball-Ranking platzierte.In Griechenlands Kapitale, bei der alten Liebe, erhält “der Lehrer“, wie man Canadi dort einst nannte, einen Zweijahresvertrag.

 

"Ich freue mich sehr, zu Atromitos und in den griechischen Fußball zurückzukehren", lässt der Nun-Ex-Nürnberger auf der vereinseigenen Website seines neuen Arbeitgebers ausrichten. "Besonders liebe ich die Menschen in Griechenland und die Philosophie des Landes", schiebt Canadi dort hinterher. Was viel heißen mag, aber auf jeden Fall DER Strich unter seine Zeit in der Noris ist.

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