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Verflixt, Vechta: Brose Bamberg verliert schon wieder

In Spiel 3 der Playoff-Viertelfinalserie setzt es ein 78:87 - 25.05.2019 22:39 Uhr

16 Punkte von Elias Harris waren in Spiel 3 gegen Rasta Vechta nicht genug. © Sportfoto Zink / HMI, Sportfoto Zink / HMI


Wie eigentlich zu erwarten war, starteten die Rasta-Boys, die zu Spiel drei zwar Michael Kessens wieder in der Rotation hatten, dafür aber auf Robin Christen (Saison-Aus nach Handverletzung) verzichten mussten, wieder mit viel Energie ins Spiel und schienen die Bamberger damit einmal Mehr zu überraschen. Allen voran Vechtas Dauerläufer, Austin Hollins, legte im ersten Viertel los, wie die Feuerwehr. Der Rasta-Scharfschütze markierte im ersten Viertel 13 Zähler und war damit hauptverantwortlich, dass die Niedersachsen nicht nur von Beginn an in Führung lagen, sondern zur ersten Viertelpause bereits einen zweistelligen Vorsprung herausgespielt hatten.

Rice dreht auf

Mit dem Start ins zweite Viertel schickte Broses Headcoach mit Rice, Zisis und Stuckey gleich drei Ballhandler aufs Parkett, um dem Druck der Gastgeber in der Verteidigung besser entgegen wirken zu können. Da Tyrese Rice so im Spielaufbau entlastet wurde, konnte er seinen Fokus auf die Abschlüsse legen - mit Erfolg. Unter anderem elf Zähler in Serie des Bamberger US-Guards sorgten dafür, dass der Rückstand egalisiert werden konnte. Zum Führungswechsel sollte es aber nicht reichen. Zum einen erlaubten sich die Oberfranken defensiv zu viele Fehler, die die Vechtaer immer wieder zu einfachen Abschlüssen nutzen konnten, zum anderen ging Bamberg in einigen Phasen auch zu sorglos mit dem Ball um.

Vechta ist nicht klein zu kriegen

Daraus und aus ihrer wieder einmal hervorragenden Defense zogen die dezimierten Rasta-Jungs, die zwischendurch auch auf Hollins (drei persönliche Fouls) verzichten mussten, immer wieder neues Selbstvertrauen und hielten die Intensität immer konstant hoch. So konnte die Mannschaft von Coach Pedro Calles gegen Ende von Halbzeit eins einen weiteren Run starten und eine Neun-Punkte-Führung (48:39) mit in die Kabine nehmen.

Nach dem Seitenwechsel kam das Brose-Team zwar gefühlt besser aus der Kabine, machte in dieser Anfangsphase allerdings zu wenig aus seinen Möglichkeiten. Bereits nach zwei bis drei gespielten Minuten riss dann auch wieder der Faden im Bamberger Spiel und die Gastgeber übernahmen wieder die Spielkontrolle. Anstatt näher heranzukommen, sahen sich die Gäste Mitte des Viertels mit einem 16-Punkte-Rückstand (45:61) konfrontiert. In der Folge waren die Oberfranken zwar bemüht, den Abstand zu Vechta wieder zu verkleinern, doch mit ihren Fans im Rücken hatten die Hausherren, allen voran durch Hollins, Bray, Young und Kessens, die passende Antwort parat und verteidigten ihre Führung mit allem, was sie zu bieten hatten.

Bambergs Aufholjagd kommt zu spät

Im Schlussviertel merkte man den Bambergern an, dass sie gewillt waren, ihre größere Erfahrung und Rotation in die Waagschale zu werfen. Großartig näher heranrücken an den Gegner konnten die oberfränkischen Gäste allerdings zunächst nicht, da Vechta, das sichtlich auf dem Zahnfleisch ging, zumindest seine Big Shots einnetzen und sich größtenteils auf die Defense verlassen konnte.

Zwei Dreier (Heckmann, Zisis), ein Zisis-Freiwurf sowie ein Rice-Layup sorgten dann in der Schlussphase aber doch noch einmal dafür, dass der Pokalsieger den Rückstand nach langer Zeit wieder in den einstelligen Bereich drücken konnte (76:83, 39. Min.). Am Ende lief den Mannen von Federico Perego jedoch die Zeit davon. T.J. Bray und Josh Young behielten von der Freiwurflinie die Nerven und retteten den 87:78-Erfolg für Vechta über die Zeit. Durch den 1:2-Serienrückstand steht Brose Bamberg am Dienstag in eigener Halle enorm unter Druck und ist zum Siegen verdammt.

Rasta Vechta: Hollins (21 Punkte), Young (15), Bray (13), Herkenhoff (12), Kessens (10), Carter (9), DiLeo (7)

Brose Bamberg: Harris (16), Rice (15), Rubit (13), Heckmann (12), Zisis (6), Stuckey (6), Hickman (4), Alexander (4), Taylor (2), Schmidt 

Benjamin Strüh

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