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Trotz Angeboten: Marcell Pongó bleibt bei den Falcons

Der ungarische Nationalspieler hatte lukrative Angebote - 11.08.2019 14:10 Uhr

Dass Marcell Pongó bleibt, war keine Selbstverständlichkeit. © Sportfoto Zink / WoZi


Als sich Marcell Pongó am 7. Mai ins Gästebuch der Stadt eintrug, konnte man sich einigermaßen sicher sein, dass es vorerst die letzte Unterschrift sein würde, die er in Nürnberg hinterlässt. Zu gut hatte der junge Point Guard aus Ungarn im Trikot der Falcons aufgespielt, sehr wahrscheinlich würde ihn im Sommer ein Verein mit größerem Eigenkapital auf dem Konto zu sich locken. Mit dem Aufschwung der Mannschaft spielte auch Pongó auf einem anderen Level – oder war es vielleicht sogar umgekehrt?

In den Playoffs erzielte Pongó im Schnitt 11,7 Punkte und gab fast sechs Vorlagen für seine Mitspieler. Nach einer durchwachsenen ersten Saisonhälfte mit Höhen und Tiefen war es Ralph Junge und seinem Co-Trainer Vytautas Buzas gelungen, dem großen Talent nahezulegen, nicht zu sehr über den nächsten Karriereschritt nachzudenken. In seinem Umfeld sah man ihn bereits bei einem Verein, der international spielt oder wenigstens in der Bundesliga, vorerst bleibt es nun aber bei der Pro A.

Keine Selbstverständlichkeit

Spätestens als den Falcons die Lizenz für die erste Liga verweigert wurde, musste man annehmen, dass Pongó nicht zu halten sein würde. "Er hat diverse lukrative Angebote", sagte Junge Mitte Juli, als "eher unrealistisch" bezeichnete er den Verbleib des ungarischen Nationalspielers. Anscheinend waren die Angebote nun doch nicht so verlockend, vielleicht hat der 22-Jährige aber auch etwas am Standort erkannt, das ihm woanders nicht geboten wird. "Marcells Verbleib in Nürnberg ist keine Selbstverständlichkeit", lässt sich Junge in einer Pressemitteilung zitieren, und: "Er will weiter lernen, besser werden und sieht hier hervorragende Voraussetzungen dafür."

Die sieht nach Informationen der Nürnberger Nachrichten auch der US-Amerikaner Duane Wilson. Nach dem Abgang von Nils Haßfurther waren die Falcons auf der Suche nach einem Spieler, der als Point- aber auch als Shooting Guard helfen kann, anscheinend fiel die Wahl auf den 24-Jährigen, der vergangene Saison in der G-League ein Schattendasein fristete.

Damit würde das neue Aufgebot langsam Gestalt annehmen, wobei die Falcons sicherlich noch ein, zwei Positionen breiter aufstellen müssen, um an die Leistungen der Vorsaison anknüpfen zu können. Sie wollen sich ja möglichst bald wieder ins Gästebuch der Stadt eintragen. 

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