Mittwoch, 20.11.2019

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TB Erlangen gewinnt das Derby gegen Heroldsberg

Noch fehlt der Rhythmus: TuSpo hadert mit den Spielplan - 23.10.2019 18:34 Uhr

Enttäuscht im Derby: Für die Heroldsberger Basketballer (blaue Trikots) und Hubert Selzle (rechts neben Nummer 33) gab es in Erlangen nichts zu holen. © Foto: Thorsten Hanspach


Einen "flotten Basketball" haben die Erlanger gespielt. "Sie haben mich wirklich überrascht." Hubert Selzle, der gegnerische Trainer, konnte das neidlos anerkennen. Neidisch, wenn überhaupt, ist er auf den Spielplan des Derby-Gegners. Für den Turnerbund war es das vierte Saisonspiel, für die Heroldsberger war es erst das zweite.

Zweimal hatten die Gegner des TuSpo um eine Spielverlegung gebeten. "Das passiert eben, für uns ist es nur dumm gelaufen." Im ersten Saisonspiel musste Heroldsberg gleich gegen Titelanwärter TTV Neustadt ran, mit 55:77 ging das Spiel an den noch ungeschlagenen Spitzenreiter. "Wir konnten da eigentlich mithalten, in der Schlussphase fiel es zu deutlich aus", sagt Selzle. Das zweite Saisonspiel war dann gleich das Derby am Samstag in Erlangen, das mit 88:65 deutlich an die Hausherren ging.

"Wir haben verdient verloren", meint Selzle. "Die Gegner waren richtig im Flow, ihre Spielzüge sind alle gut gelaufen. Bei uns hingegen klappte das überhaupt nicht. Der Rhythmus fehlt, der Glaube an sich selbst ist auch noch nicht da." Nur im ersten Viertel hielt Heroldsberg mit (19:19), zur Halbzeit jedoch war der Rückstand schon gewaltig (33:47). "Wir konnten zu selten mal zwei, drei Körbe am Stück erzielen. Man hat gemerkt, dass die Spieler das neue System noch nicht gut kannten. Dann denkt man zu viel nach."

Eigentlich hatten die Heroldsberger eine gute Vorbereitung, in den letzten Wochen vor dem Saisonstart aber gingen ein paar Spieler in den Urlaub. "Wie es eben ist, wenn man noch keine Kinder hat, dann geht es nach den Sommerferien weg." Im Training konnte sich die Mannschaft so taktisch nicht gut einspielen.

Insgesamt gehe es auch um eine Verjüngung des Teams. "Das fängt langsam an. Wir haben viel Talent, das man aber auch erst einmal abrufen muss." Mit Laurenz Schuck und Daniele Serb waren in Erlangen zwei Heroldsberger Zugänge dabei, erst 21 und 18 Jahre alt. Während Schuck aus Heidelberg zum Studieren hierher kam, spielte Serb schon für den Nürnberger Basketball Club in der Jugend-Bundesliga.

"Ich bin überzeugt von der Mannschaft"

Sorgen aber macht sich Hubert Selzle deshalb nicht, auch wenn er zugibt, dass er die anderen Mannschaften in der Liga nicht kennt. Die Heroldsberger hatte der Verband zu Saisonbeginn in die Staffel Nord eingeteilt, "da müssen wir auch erst einmal ankommen". Doch für den Coach ist es die 20. Saison, zwei Niederlagen zum Auftakt lassen ihn nicht nervös werden. "Ich bin überzeugt von der Mannschaft. Wir werden uns unsere schon Siege holen."

Wichtig für das Trainer-Team sei es nun, die Spieler wieder aufzurichten. Sie dürfen den Glauben an die eigene Stärke nicht verlieren. "Wir dürfen den Kopf nicht hängen lassen", sagt Selzle. Nach einer Derby-Niederlage ist das gar nicht so leicht.

Erlangen: Barot Ivern 2, Bosse 16, Dausch 4, Dorberth 14, Duckarm 12, Geheeb 7, Hawkins 3, Herold, Mees 14, Popp 3, Roth 4, Wehner 9.

Heroldsberg: Amani 4, Baumeister 24, Bunin 10, Gaster 1, Hellmann 6, Hesel 5, Kraus, Matl 1, Schuck 14, Serb.

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