Dienstag, 12.11.2019

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Stotter-Sturm und Gugganig: Das kann der Kleeblatt-Gegner

Heiße Atmosphäre und mehr! Florian Pöhlmann blickt auf Osnabrück - 23.10.2019 12:39 Uhr

Ein Szene gegen Bielefeld: Die Osnabrücker Lukas Gugganig (links) und Etienne Amenyido sehen Andreas Voglsammer staunend zu. © dpa / Friso Gentsch


 So ist die Lage: An der Bremer Brücke ist die Lage vor dem Kräftemessen mit der SpVgg Greuther Fürth am Sonntag (13.30 Uhr, Live-Ticker auf nordbayern.de) mal so richtig entspannt. Nun ja, sie sollte es zumindest sein. Der Liga-Neuling hat einen sehr respektablen Start in die neue Spielzeit hingelegt, kaum Anpassungsschwierigkeiten gezeigt und sich mit drei Siegen aus den ersten fünf Ligaspielen schnell ein kleines Polster angefuttert. In den letzten Wochen allerdings ist der Osnabrücker Schnellzug etwas ins Stocken geraten, von der anfänglichen Euphorie ist nicht mehr viel übriggeblieben. Gegen Erzgebirge Aue (0:1), den FC St. Pauli (1:1), Wehen Wiesbaden (0:2), Arminia Bielefeld (0:1) und Hannover 96 (0:0) holte der VfL lediglich zwei etwas mickrig daherkommende Zähler. Nun aber von so etwas wie einer Ergebniskrise zu sprechen, davon ist man noch ganz weit entfernt. Auch von einer Herbstdepression mag Trainer Daniel Thioune nichts wissen. Es kann ja immer noch ein goldener Herbst werden - auch wenn Osnabrück derzeit mit nur zwei Punkten Vorsprung auf die Abstiegsplätze auf Rang 13 steht.

Top & Flop: Eine starke Saison liefert bislang Torwart Philipp Kühn ab. Das 1,89 Meter große und 95 kg schwere Kraftpaket hat seine Chance genutzt. Erst am vierten Spieltag (beim 0:1 in Nürnberg) war der 27-Jährige in die Startelf gerutscht, weil sich Stammkeeper Nils Körber verletzt hatte. Seitdem hat er sieben Zweitliga-Partien bestritten und sich mit einer tadellosen Leistung zuletzt in Hannover erstmals für die Elf des Tages des kicker qualifiziert. Dagegen hat sich Etienne Amenyido selbst ins Aus geschossen. Der eisenharte Verteidiger mit den adretten Rasta-Zöpfchen sah gegen Bielefeld Sekunden vor dem Ende nach einer Notbremse Rot und wurde vom Sportgericht für zwei Partie gesperrt. Gegen Fürth wird er am Sonntag noch zuschauen müssen.

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Turnaround gegen Dresden: Keita-Ruel knipst das Kleeblatt zum Sieg

Das Kleeblatt kann noch gewinnen! Durch den 2:0-Heimerfolg gegen abstiegsbedrohte Dresdner beenden die Weiß-Grünen ihre Ergebniskrise. Keita-Ruel netzt im Ronhof zweimal und verhindert, dass die Spielvereinigung selbst den Blick nach unten richten muss.


Im Fokus: Der Abteilung Attacke mit Goalgetter Marcos Alvarez (4 Tore) dürfte naturgemäß ganz besonders das Augenmerk gelten. Kann sie sich freimachen von Selbstzweifeln? Kehrt die Selbstverständlichkeit vor dem gegnerischen Kasten zurück? Fragen über Fragen - wer in fünf Liga-Spielen lediglich einmal das Tor trifft, hat ganz offensichtlich ein Defizit in Sachen Kaltschnäuzigkeit und in der Chancenverwertung. Schon in der Länderspielpause haben sie daran gearbeitet. Der Erfolg wollte sich zuletzt in Hannover noch nicht einstellen. Mit dem torlosen Remis im Niedersachsen-Derby konnten sie beim VfL dennoch gut leben.

Siege und Säärtschi

Die Bilanz: Die Zahlen sprechen eine klare Sprache. Von den 14 Vergleichen in der Liga entschied Fürth acht für sich, zwei endeten unentschieden, vier gingen an den VfL. Im bislang letzten Duell im März 2011 setzte sich Fürth nach Toren von Sararer und Pektürk mit 2:0 in Osnabrück durch.

Man kennt sich: Seit diesem Sommer trägt Lukas Gugganig das Trikot der Lila-Weißen. Bei der Spielvereinigung hatte sich der schlaksige Österreicher mitsamt seinem Berater verpokert und kein neues Vertragsangebot erhalten.

Minerva, Schinkel, England 

Und sonst so? Der 1899 aus den Freizeitmannschaften Antipodia (Gegenfüßer) Osnabrück und Minerva (Göttin des Handwerks) Osnabrück hervorgegangene Verein trägt seine Heimspiele im Stadion an der Bremer Brücke aus. Das liegt mitten im Stadtteil Schinkel und ist für seine emotionale Atmosphäre nach englischem Vorbild berühmt. 

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Zwei Einserschüler: Die Kleeblatt-Noten gegen Dresden

Die Gäste aus Sachsen nutzten ihre Chanchen nicht, die Spielvereinigung zeigte sich vor der Dynamo-Kiste derweil eiskalt. 2:0 hieß es am Ende für das Kleeblatt gegen das Team aus Dresden. Bei den Noten haben vor allem zwei Akteure unsere User überzeugt.


Florian Pöhlmann

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