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Punktlos in Stuttgart? Burchert will nicht nur Heimsiege

Der Kleeblatt-Keeper hat Bock auf einen Überraschungserfolg - 21.09.2019 05:48 Uhr

Weg da, ich will den Stuttgart-Sieg: Kleeblatt-Keeper Sascha Burchert stellt Bedingungen an Auswärtsfahrten. © Sportfoto Zink / MeZi


Als Fan könnte es einen ja fast immer ein bisschen ärgern, wenn Fußballprofis vor Begegnungen mit großen Vereinen sagen: Vor so einem Spiel muss niemand zusätzlich motiviert werden. Da drängt sich doch die Frage auf: Und gegen den Tabellenletzten fühlt ihr euch unterfordert?

Spitzenreiterbesieger? 

Das gilt natürlich nicht für die SpVgg Greuther Fürth. Denn just nach dem verdienten und mühsam erkämpften 2:1-Arbeitssieg gegen Schlusslicht und Aufsteiger SV Wehen Wiesbaden, vor dem wirklich alle gewarnt haben, steht am Samstag die Auswärtsfahrt zum VfB Stuttgart an. Und natürlich brennen sie jetzt in Fürth darauf, auch den Spitzenreiter, den Bundesligaabsteiger mit Luxuskader, zu besiegen.

Finanziell trennen die beiden Vereine Welten, fußballerisch derzeit nicht allzu viel: Das Kleeblatt ist auf Rang vier notiert. Wer die vergangene Saison noch im Kopf hat, wird sich die Augen reiben, wer aktuell vor und hinter Fürth steht: auf Platz fünf bis acht Aue, Sandhausen, Osnabrück und Karlsruhe, auf Rang drei Bielefeld. Allein die Arminia hat Fürths Torhüter Sascha Burchert aber auch am Saisonende in dieser Tabellenregion auf dem Zettel.

"Man schaut sich die Vereine an, die weder Ab- noch Aufsteiger waren. Da könnte Bielefeld eine Überraschungsmannschaft sein", tippte Burchert noch vor wenigen Tagen. Außerdem sei entscheidend, wie viel Zeit ein Trainer bekommt, etwas aufzubauen. "Vereine wie Bielefeld und wir, bei denen der Trainer schon länger da ist, schätze ich stärker ein. Denn in der zweiten Liga ist es ja so, da reicht manchmal ein halbes Jahr: Wenn ein Trainer es schafft, so wie bei uns, die Philosophie in die Mannschaft zu tragen, dann hat man immer die Chance, eine gute Rolle zu spielen."

Mahnende Worte und eine Erinnerung 

Er wolle jetzt aber nicht über Tabellenplätze reden. Als der Berichterstatter fragt, ob der Vizekapitän denn wenigstens zufrieden sei mit dem durchaus gelungenen Saisonauftakt, schwillen dem Blondschopf leicht sichtbar die Adern an den Schläfen an. Seine zusammengekniffenen Augen schweifen über das Trainingsgelände auf der Kronacher Hard und er hebt an: "Zufrieden? Zufrieden sollten wir nicht sein. Weil dann läuft man Gefahr, sich auf Punkten auszuruhen, die man schon hat." Und man denkt automatisch an das schleppende Ende der Vorsaison.

 

Das habe zwar andere Gründe gehabt, widerspricht Burchert, aber in der jetzigen Situation störe ihn eine Binsenweisheit, die in der anscheinend erneut ausgeglichenen zweiten Liga kursiert: "Da kommt man so auf den Gedanken: Heimspiele gewinnen. Und auswärts schaut man, was man mitnimmt."

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"Mega sauer"

Doch nicht mit Sascha Burchert. Er hebt die Stimme an und ruft: "Nee, wir wollen jetzt auch auswärts Punkte holen. Zu Hause sowieso. Das muss in die Mannschaft rein. Dass, wenn man so ein Spiel wie in Duisburg hat, dass man mega sauer ist."  

Duisburg? Ach ja, wir erinnern uns: das völlig verdiente Pokalaus gegen den Drittligisten, das Mittelfeldregisseur Paul Seguin hernach als "Schock" bezeichnete, weil es mitten in eine Aufbruchstimmung platzte.

Laut dem Torwart, der in Duisburg auf der Bank saß, "haben nur fünf Meter in der Kompaktheit gefehlt, wir standen vielleicht ein bisschen zu tief". Doch die Mannschaft habe daraus gelernt, übe mal früher, mal später Druck auf den Ballführenden aus, "aber immer kompakt". So ging es in Duisburg gar nicht um mangelnde Motivation, um das Belächeln eines Drittligisten. Wehen haben die Fürther ja auch nicht unterschätzt. Und in Stuttgart wird ihnen das erst recht nicht passieren. 

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