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Pleitenserie beendet: Brose Bamberg bezwingt Crailsheim

Ohne Topscorer Tyrese Rice zünden die Oberfranken ein Offensivfeuerwerk - 14.04.2019 17:21 Uhr

Ricky Hickman zeigte mit einem Double-Double aus 19 Punkten und zehn Assists (plus sechs Rebounds) gegen die Crailsheimer eines seiner besten Spiele im Brose-Trikot. © Sportfoto Zink / HMI


Sicherlich zur Überraschung vieler Fans in der Brose Arena verzichtete Coach Federico Perego an diesem Sonntagnachmittag auf seinen Topscorer Tyrese Rice und holte dafür erneut den jungen Henri Drell ins Aufgebot. Das Fehlen ihres Anführers konnten die Brose-Boys im Angriff durch eine extrem ausgeglichene Punktverteilung kompensieren und zeigten eine ordentliche Vorstellung.

Sehr zum Missfallen von Coach Perego lag Bambergs Schwachpunkt – wie schon in den letzten beiden Partien in Bonn und Oldenburg – am anderen Ende des Feldes. In der Verteidigung fehlte den Hausherren gegen die teilweise schnellen Vorstöße der Crailsheimer der notwendige Zugriff, sodass sich ein offener Schlagabtausch entwickelte. In diesem Highscoring-Game wechselte die Führung mit fast jedem Angriff – insgesamt wurden zehn Führungswechsel in den ersten 20 Minuten verzeichnet.

Kurze Bamberger Spielkontrolle

Mitte des zweiten Viertels, als Nikos Zisis (sieben Punkte) und Patrick Heckmann neun Zähler in Serie zum 40:31 auflegten, konnte man kurzzeitig das Gefühl gewinnen, dass der Pokalsieger die Partie in den Griff bekommen würde. Doch weit gefehlt: Auf Crailsheimer Seite lieferte Ben Madgen mit 16 Punkten eine bärenstarke erste Halbzeit ab und sorgte zusammen mit Frank Turner dafür, dass der Bamberger Vorsprung zur Pause fast wieder egalisiert war (51:49).

Den Schwung ihrer Aufholjagd nahmen die Gäste dann auch mit in die Anfangsphase von Durchgang zwei und holten sich die Führung zurück. Nach einer kurzen Phase des Rhythmus-Suchens waren aber auch die Gastgeber offensiv wieder im Spiel und zeigten in Person von Augustine Rubit ihre Klasse. Bambergs US-Forward, der in Durchgang ein nur knapp fünf Minuten zum Einsatz kam, sorgte im dritten Viertel dafür, dass sich seine Mannschaft etwas Luft verschaffen konnte. Rubits Assists in der 26. Spielminute auf den frei stehenden Nikos Zisis führte erstmals zu einer zweistelligen Führung (70:60).

Crailsheim kämpft, Bamberg aber abgezockter

Doch erneut konnte sich Freak City nicht allzu lange über das Polster freuen, denn der BBL-Aufsteiger aus Baden-Württemberg gab nicht klein bei. Dieses Mal waren es Joseph Lawson und wiederum Frank Turner, die die Aufholjagd anstrengten und ihre Farben noch einmal bis auf 71:74 heranführten. Auch in der Folge und im Schlussviertel versuchten die Merlins alles, weiter dran zu bleiben oder selbst nochmal in Front zu gehen.

Letzteres konnten die Brose-Boys dann aber dank ihrer Routine und der größeren Ausgeglichenheit verhindern. Während man bei den wichtigen Crailsheim-Akteuren sehen konnte, wie das Energie-Level stetig sank, hatten die Mannen um Nikos Zisis mehr Kraftreserven im Tank und warfen diese nun in die Waagschale. Dies reichte schlussendlich aus, um mit 101:92 den zu erwartenden Erfolg einzufahren und die wettbewerbsübergreifend vier Spiele andauernde Niederlagenserie zu beenden. 

Benjamin Strüh E-Mail

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