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Oh, Wehen! Auch Dittgen schießt die Schanzer runter

Ehemaliger Club-Akteur öffnet dem SVWW die Zweitliga-Tür - 28.05.2019 20:21 Uhr

Das hat er womöglich beim Club gelernt: Maximilian Dittgens Wiesbadener gaben Ingolstadt in der Relegation das Nachsehen. © Armin Weigel/dpa


Das eine mehr erzielte Auswärtstor entschied am Ende eines ganz engen Duells zugunsten von Wehen Wiesbaden, das nach zehn Jahren in die 2. Liga zurückkehrt. Für die Ingolstädter endete dagegen nur zwei Jahre nach dem Abstieg aus der Bundesliga eine Katastrophensaison mit dem Sturz in die Drittklassigkeit. Tomas Oral, der fünfte FCI-Trainer der Saison, scheiterte bei seiner Rettungsmission doch noch kurz vorm Ziel.

Daniel-Kofi Kyereh (11. Minute), der Ex-Nürnberger Maximilian Dittgen (30.) und Björn Paulsen mit einem Eigentor (43.) sorgten für ausgelassenen Jubel des Gäste-Teams, das von Coach Rehm glänzend eingestellt worden war. Der Sturmlauf des FCI nach der Pause führte vor 12.420 Zuschauern nicht mehr zur Wende. Auf das 1:1 von Konstantin Kerschbaumer (13.) folgte nur noch der Anschlusstreffer durch einen Kopfball von Paulsen (68.).

Dittgen flankt und trifft 

Den ungebrochenen Glauben an die Aufstiegschance untermauerten die Wiesbadener mit zielstrebigen Angriffsfußball. Viele druckvolle Aktionen gingen dabei vom linken Flügel aus. Nach einem Distanzschuss von Lorch, den der in Schwabach geborene FCI-Keeper Philipp Tschauner parieren konnte, flankte der frühere Club-Akteur Dittgen von links. Den Kopfball von Manuel Schäffler spitzelte Kyereh ins Tor. Die Ingolstädter schockte das 0:1 noch nicht. Gleich nach dem Anstoß zog Marcel Gaus mit dem linken Fuß ab. Wehens Torwart Markus Kolke patzte, Kerschbaumer traf im Nachschuss.

Überlegen aber blieb der Drittligist. Die Ingolstädter Abwehr wackelte, der gesperrte Kapitän Almog Cohen - früher ebenfalls für den FCN aktiv - fehlte als Stabilisator im Mittelfeld. Hinzu kam beim FCI ein spielerischer Qualitätsverlust in der Offensive ohne den angeschlagenen Spielmacher Sonny Kittel, der erst in der zweiten Hälfte kommen sollte. Wehen Wiesbaden dominierte - und schlug noch vor der Pause zweimal zu. Ein Konterzuspiel von Moritz Kuhn verwertete Dittgen frei vor Tschauner eiskalt. Dann lenkte FCI-Verteidiger Björn Paulsen einen Distanzschuss von Lorch, der sein Ziel verfehlt hätte, ins eigene Tor. Zwischendurch hatte Schäffler noch eine große Kopfballchance (40.).

Schanzer-Schlussspurt bleibt ohne Ertrag 

Wehen Wiesbaden war zur Pause aufgestiegen in die 2. Liga. Aber es sollten noch 45 packende Minuten folgen. Ingolstadt gab nicht auf. Dario Lezcano prüfte SVW-Keeper Kolke zweimal (51./59.). Auf der anderen Seite verpasste Gökhan Gül mit einem Lattenschuss haarscharf die Entscheidung. Nach Paulsens Kopfball zum 2:3 war alles möglich. Am Ende jubelten aber die Gäste aus Hessen. 

dpa

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