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Nun also doch: Mats Hummels wechselt zurück zum BVB

38 Millionen kostete der Abwehrspieler die Dortmunder - 19.06.2019 15:26 Uhr

Bald wieder im gelben Trikot: Mats Hummels wird für 38 Millionen zum BVB wechseln. © Guido Kirchner, dpa


Von Dortmund war er zurück nach München gegangen, nun geht er von München zurück nach Dortmund: Mats Hummels wechselt nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur erneut zwischen seinen beiden großen Fußball-Lieben. Der Weltmeister von 2014 geht vom FC Bayern München zu Borussia Dortmund und will mit dem Vize-Meister in der kommenden Saison seinen nun doppelten Ex-Club im Kampf um den Titel kräftig ärgern.

In München hatte Hummels noch einen Vertrag bis 2021, nach kicker-Informationen stattet der BVB ihn mit einem Kontrakt bis 2022 aus und zahlt inklusive Bonuszahlungen bis zu 38 Millionen Euro Ablöse. Das wäre allerdings mehr als die Münchner vor drei Jahren für ihn bezahlt hatten. Das Fachmagazin hatte den Wechsel am Mittwoch zuerst gemeldet.

Die Rückholaktion des ehemaligen Nationalspielers, der schon von 2008 bis 2016 aus München gekommen in Dortmund spielte, ist nach den Transfers der aktuellen Löw-Schützlinge Nico Schulz (1899 Hoffenheim) und Julian Brandt (Bayer Leverkusen) sowie des belgischen Internationalen Thorgan Hazard (Borussia Mönchengladbach) auch ein deutliches Signal des BVB. Nachdem die Westfalen in der abgelaufenen Saison neun Punkte Vorsprung auf den FC Bayern verspielten, wollen sie in der kommenden Spielzeit wieder voll angreifen.

"Wann, wenn nicht jetzt?"

"Wir wollen Meister werden!", hatte Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke schon kürzlich im Interview mit der Bild am Sonntag erklärt: "Wir spüren eine Verpflichtung gegenüber Fußball-Deutschland, ab sofort das klare Ziel zu haben, um die Meisterschaft mitzuspielen. Wann, wenn nicht jetzt?" Mit Hummels holte Dortmund 2011 den Meistertitel und 2012 sogar das Double. Danach wurde nur noch der FC Bayern deutscher Meister. Also auch in allen drei Jahren mit dem Innenverteidiger Hummels. Im Sommer gewannen die Münchner auch den DFB-Pokal.

Der in Bergisch Gladbach geborene Hummels kann als Führungskraft mit großer fußballerischer Ausstrahlung in der BVB-Innenverteidigung neben jungen Spielern wie Manuel Akanji (23), Dan-Axel Zagadou (20) oder Abdou Diallo (23) für zusätzliche Stabilität sorgen. Abgänge von Ömer Toprak oder dem von Paris Saint-Germain mit Ex-Coach Thomas Tuchel umworbenen Julian Weigl werden nun wahrscheinlicher.

Die Bayern haben in den französischen Weltmeistern Lucas Hernández (Atlético Madrid/80 Millionen) und Benjamin Pavard (VfB Stuttgart/35 Millionen) bereits zwei Spieler gekauft, die in der Innenverteidigung spielen können. Unter Trainer Niko Kovac gilt Niklas Süle zudem als gesetzt. Als sicherer Wechsel-Kandidat galt eigentlich Jerome Boateng, dem Präsident Uli Hoeneß sogar öffentlich einen Vereinswechsel nahegelegt hatte. Doch für Boateng, der wie Hummels und Thomas Müller im März von Joachim Löw aus der Nationalmannschaft ausgebootet wurde, gab es bisher offenbar keine konkrete Anfrage.

Hummels muss Medienberichten zufolge wohl Abstriche beim Gehalt machen. Das dürfte für den 30-Jährigen aber in erträglichen Sphären liegen, laut Bild kassiert er statt zwölf Millionen Euro im Jahr künftig zehn. Sein Verhältnis zum BVB war trotz des Wechsels zu den Bayern sehr gut. Seinerzeit betonte BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke, Hummels sei bei der Borussia immer extrem willkommen. Die Fans hatten den Abwehrspieler bei Spielen gegen Bayern zwar vereinzelt ausgepfiffen. Doch den einst deutlich lauter geschmähten Mario Götze haben sie nach der Rückkehr aus München inzwischen auch wieder ins Herz geschlossen.

dpa

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