Sonntag, 17.11.2019

|

zum Thema

Köllner weiter sicher: Club hätte Klasse halten können

Ex-Club-Trainer äußert sich in umfassenden Interview zu seiner Zeit in Nürnberg - 19.06.2019 17:28 Uhr

"Hauchdünn" hätte es der Club laut Köllner noch schaffen können. © Sportfoto Zink / DaMa


In einem großen Spox-Interview hat Ex-Club-Trainer Michael Köllner nochmal über sein Auf und Ab beim FCN gesprochen. Vor allem einen Satz, der bis heute vielen im Gedächtnis geblieben war, realtivierte der Oberpfälzer: "Das war so nicht besprochen", sagte Köllner im April im Bayerischen Rundfunk über Boris Schommers, der vom Co-Trainer zum Interimscoach befördert wurde. Damit konfrontiert sagte Köllner Spox gegenüber, dass ihm diese Aussage so nicht mehr passieren würde.


Mehr zum Club: Der FCN lädt am Feiertag zum öffentlichen Training


Dieser Satz sei weder eine Kritik an Schommers gewesen noch am Verein selbst. Im Interview spricht Schommers vor allem über die Zeit nach dem FCN. Er hätte einen Englischlehrer, wolle seine Sprachfähigkeiten ausbauen und seinen Geist fit halten. Außerdem hat er viel nachgedacht: "Die gesamte Zeit will ich in Ruhe analysieren, um positive wie negative Schlüsselmomente herauszuschälen," sagte der Fußballlehrer im Interview auf die Frage, was seit Februar in seinem Leben passiert sei.

Bilderstrecke zum Thema

Zwischenlösung, Aufstieg, Rote Laterne: Die Club-Achterbahn unter Köllner

Erst war er die Zwischenlösung im Abstiegskampf, wurde dann zum Aufstiegstrainer des 1. FC Nürnberg - doch der Klassenkampf in der Bundesliga war zu viel für Michael Köllner. Der arbeitswütige Oberpfälzer stabilisierte den Club und brachte ihn ins Fußball-Oberhaus, ließ dann aber das Konzept vermissen. Nach 15 sieglosen Bundesliga-Spielen und dem Pokal-Aus muss "Füchsmühls Finest" nun gehen. Eine Achterbahnfahrt in Bildern!


Köllner sah Rauswurf nicht kommen

Seine Beurlaubung hat der gebürtige Fuchsmühler nicht kommen sehen, sagte er in dem Gespräch. Er wäre regelmäßig mit dem Vorstand in Kontakt gestanden und alle seien sich einig gewesen, dass man in der Situation ruhig bleiben müsse. Außerdem ist er sich sicher, dass der Club den Klassenerhalt noch hätte schaffen können. "Ich bin nach wie vor überzeugt, dass wir das hauchdünn hätten schaffen können. Das hört sich zwar doof an, wenn man am Ende mit 19 Punkten absteigt. Der Saisonverlauf hat jedoch gezeigt, dass alles eingetreten ist, was wir vorab berechnet haben, um diese kleine Chance auf den Klassenerhalt zu wahren", so der 49-jährige Fußball-Coach.

Bilderstrecke zum Thema

Heißer Stuhl mit Kurzzeitpolster: Die Club-Trainer seit 1963

Seit Gründung der Bundesliga ist der 1. FC Nürnberg durch bewegte Zeiten gegangen. Zahlreichen Abstiegen steht eine Meisterschaft und der Gewinn des DFB-Pokals entgegen. An der Seitenlinie: Wechselnde Besetzung. Wir haben die Trainer in Bildern.


Natürlich stellt sich da auch die Frage nach der Zukunft des Trainers. Köllner will zur neuen Saison wieder einen Trainerjob haben, dabei aber nicht jedes Angebot annehmen. Er sei "ehrlich gesagt auch wählerisch. Hauptsache ein Job – das gibt es bei mir nicht", sagte der einstige Aufstiegstrainer. Der Fußballlehrer will sich nicht auf eine Liga beschränken. "Daher ist es mir überspitzt gesagt relativ egal, wo ich trainiere. Ich bin nicht auf Deutschland fixiert. Der Verein und die Aufgabe müssen passen. Das Land ist in dem Sinne nebensächlich."

mlk, dpa

24

24 Kommentare

Seite drucken

Seite versenden



Um selbst einen Kommentar abgeben oder empfehlen zu können, müssen Sie sich einloggen oder sich zuvor registrieren

Ihr Kommentar

Ihr Kommentar:

Bitte beachten Sie unsere Netiquette.

weitere Meldungen aus dem Ressort: Sport