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Hauptsache Havertz: Das macht Club-Gegner Bayer aus!

Leverkusens Shootingstar beeindruckt - Eine Regenschlacht macht Mut - 18.04.2019 05:32 Uhr

Kai Havertz, flankiert von Leon Bailey (links) und Mitchell Weiser, ist Bayers Shootingstar. © dpa


 So ist die Lage: Sehr zur Freude des FCN endete Bayers drei Partien währende Niederlagenserie am vergangenen Spieltag beim VfB Stuttgart. Für den 1:0-Sieg gegen den aktuellen Inhaber des Relegationsplatzes benötigen die Leverkusener allerdings einen Elfmeter als Dosenöffner, um harmlose Schwaben zu knacken. Das Team von Trainer Peter Bosz meldete sich damit erfolgreich zurück im Kampf um die internationalen Plätze: "Hier zu gewinnen ist nicht einfach. Vor allem am Anfang war der VfB sehr gut organisiert, hat kompakt gestanden, gut verteidigt und sehr aggressiv gespielt."

Beeindruckend: wie nervenstark man in jungen Jahren Elfmeter verwandeln kann. Kai Havertz, gerade einmal 19 Jahre alt, übernahm dreimal die Verantwortung, wenn Bayer einen Elfmeter zugesprochen bekam, und verwandelte alle drei.

Hradecky stellt eine Frage 

Ausbaufähig: Vom zwischenzeitlich erfolgreich praktizierten Hurra-Fußball ist Bayer inzwischen wieder weiter entfernt. Vor allem die anfällige Abwehr erschwert das regelmäßige Siegen. 48 Gegentore musste die Werkself in 29 Spielen bereits hinnehmen. Vor dem Erfolg in Stuttgart hagelte es gegen Bremen (1:3), in Hoffenheim (1:4) und gegen Leipzig (2:4) Gegentore. "Wir müssen uns vielleicht selbst fragen, was in den drei Spielen zuvor los war. Heute war auf jeden Fall eine andere Männer-Einstellung auf dem Platz", formulierte Keeper Lukas Hradecky nach dem Stuttgart-Spiel leise Kritik.

 Im Fokus: Natürlich Kai Havertz. Im vergangenen Jahr war er mit der Fritz-Walter-Medaille in Gold noch zum besten Nachwuchsspieler ausgezeichnet worden. Inzwischen zählt der Mittelfeldspieler zu den neuen Hoffnungsträgern der A-Nationalmannschaft (drei Einsätze). Für Leverkusen stand er nun in seinem hundertsten Pflichtspiel auf dem Rasen und in der Nachspielzeit dann auch im Wortsinn im Fokus einer unappetitlichen Spuckattacke von Stuttgarts Santiago Ascacibar. Wertschätzender ist hingegen das Interesse großer Klubs am 13-fachen Saisontorschützen. Auch der FC Bayern München soll ein Auge auf Havertz geworfen haben. Leverkusens Sportdirektor Rudi Völler twitterte genervt von Wechselgerüchten ein Machtwort: "Kai wird bei uns bleiben. Unabhängig vom Ausgang der Saison."

Das Hinspiel: verkam zu einer Wasserschlacht. Den Regenmassen, die nach Ansicht einiger Bayer-Beteiligter eine Spielabsage gerechtfertigt hätten, war es zu verdanken, dass sich der Club einen Punkt erkämpfen konnte. Leverkusens mehr als schmeichelhafte 1:0-Pausenführung durch Kai Havertz egalisierte Abwehrspieler Georg Margreitter mit einem abgefälschten Schuss.

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Wer/Was ist neu? In der Winterpause war Schluss mit der Herrlichkeit - Trainer Heiko Herrlich musste gehen. Peter Bosz übernahm und es schien, als würde der Wechsel auch den gewünschten Erfolg mit sich bringen. Leverkusen spielte attraktiver, punktete regelmäßig und war wieder klar auf Europa-League-Kurs. Doch dann folgte der Einbruch. Kritik an fehlender Balance wollte der frühere Dortmunder Coach aber nicht gelten lassen. "Da bin ich total nicht bei Ihnen", sagte Bosz in einem Interview: "Wir haben schon gezeigt, dass wir offensiv spielen und unsere Restverteidigung sehr gut organisieren können." Der Beleg: Das 1:0 in Stuttgart.

Die Vögel und das Bayer-Kreuz 

Und sonst so? Wer am Samstag nach der Partie auf dem Heimweg einen Blick auf eine markante Orientierungshilfe wirft, wird nur dunkle Glühbirnen vorfinden. Am Bayer-Kreuz mit seinem riesigen Logo (Durchmesser 51 Meter) bleibt das Licht aus - zum Schutz der Zugvögel. Die Helligkeit würde das Federvieh anziehen, und in die Nähe der gefährlichen Drahtseile locken, begründet ein Bayer-Sprecher die obligatorische Frühjahrsmaßnahme. 

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Stefan Jablonka

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