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Falcons-Auftaktsieg: Ralph Junge hat alles richtig gemacht

Auf die Maßnahmen von Nürnbergs Coach fand Triers Christian Held keine Antworten - 08.04.2019 18:01 Uhr

Jeder Schachzug von Ralph Junge zeigte am Samstagabend entsprechend Wirkung. © Sportfoto Zink / OGo, Sportfoto Zink / OGo


3:11 Minuten waren gespielt, als die Sirene ertönte. Nürnbergs Trainer Ralph Junge hatte genug gesehen, nach dem 10:4 durch Triers Stefan Ilzhöfer musste eine Auszeit her. Wenige Minuten später waren die Falcons auch geistig in den Playoffs angekommen und lieferten den rund 1500 Zuschauern im Eventpalast eine beeindruckende Show. Das 92:74 in Spiel eins glich einer Machtdemonstration.

"Aus meiner Sicht haben sie absolut verdient gewonnen", resümierte Gästetrainer Christian Held. Der 30-Jährige ist ein aufsteigender Stern am Trainerhimmel, seit Sommer 2018 steht der Sohn von Basketball-Erfolgscoach Ralph Held bei den Gladiators an der Seitenlinie. Das Saisonziel "Playoffs" erreichte er prompt, den Auftakt in diese hatte er sich aber mit Sicherheit anders vorgestellt.

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Ekstase im Eventpalast: Falcons überflügeln Trier in Spiel eins

Die Nürnberg Falcons sind mit einem klaren Sieg in die Playoffs gestartet. Vor fast ausverkaufter Kulisse entschied die Mannschaft von Ralph Junge Spiel eins gegen die Gladiators Trier für sich und geht in der "Best-of-Five"-Serie mit 1:0 in Führung. Wir haben die Bilder aus dem Eventpalast.


"Sie haben uns dominiert", zollte Held den Falcons Respekt, "da hatten wir keine Antwort drauf." In der Tat war es beeindruckend zu sehen, wie an diesem Abend jegliche Handlungen des noch jungen Zweitliga-Trainers verpufften, während sein Gegenüber, Ralph Junge, ein Ass nach dem anderen aus dem Ärmel zog.

Ein Beispiel gefällig? Marvin Omuvwie, in 15 Hauptrundenspielen mit einer durchschnittlichen Einsatzzeit von gerade einmal 8:37 Minuten, erhielt in Spiel eins – auch begünstigt durch die Verletzung von Matthew Meredith - ganze 19:35 Minuten, zeigte seine wohl beste Saisonleistung und hatte entscheidenden Anteil am Aufschwung im zweiten Viertel.

"Von Minute sieben bis Minute 30 haben wir überragend gespielt", bilanzierte Junge nach der Partie äußerst zufrieden. 14 Jahre lang hat er in Ehingen erfolgreich eine Talentschmiede entwickelt, dann folgte der Wechsel nach Nürnberg. In diesem Jahr wird Junge 50 Jahre alt, damit ist er zwanzig Jahre älter als sein Gegenüber in dieser ersten Playoffrunde. Im Generationenduell hat er Triers Christian Held am Samstag eine kleine Lehrstunde erteilt, jeder Wechsel, jede Auszeit, jede taktische Umstellung kam genau zum richtigen Zeitpunkt und trug Früchte.

"Wir haben Trier extrem viel weggenommen", so der Falcons-Coach, der den Fokus natürlich schon auf Mittwoch richtet. "Trier wird sich zuhause anders präsentieren, da müssen wir gegenhalten." Am Samstag klappte das schon ganz gut, insbesondere gegen Triers Alt-Star Jermaine Bucknor (12 Punkte, 9 Rebounds) ließen die Falcons für seine Verhältnisse sehr wenig zu.

Trotzdem warnt Junge davor, nach einem solch hohen Sieg nicht zu locker in das zweite Spiel zu gehen. "Wir können nicht mit 90 Prozent spielen, wir müssen bei 100 Prozent sein", fordert der Trainer.

Und der Gegner? Der hat die Niederlage bereits abgehakt. "Am Mittwoch geht es wieder bei null los", so Christian Held, der immer noch fest davon überzeugt ist, dass sie "Nürnberg schlagen können." Sollte Ralph Junge erneut in die Trickkiste greifen, dann dürfte das für die Gladiators selbst vor heimischer Kulisse gegen seit elf Spielen ungeschlagene Falcons enorm schwer werden.

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