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Der Lohn für gute Arbeit? Handball-Länderspiel in Nürnberg

DHB nutzt die Sportbegeisterung der gesamten Region - 17.06.2019 11:47 Uhr

Natürlich darf man die Tatsache, dass der Deutsche Handball-Bund nach zwei All-Star-Games in den vergangenen Jahren nun auch ein Handball-Länderspiel nach Nürnberg vergab, zuallererst als Wertschätzung verstehen für die erfolgreiche Arbeit, die dem HC Erlangen seit Jahren nicht nur mit der Bundesligamannschaft gelingt.

Alle Jugendmannschaften des einzigen Erstliga-Klubs in ganz Bayern sind kommende Spielrunde erstmals in der höchsten Spielklasse vertreten. Immer mehr Kinder wollen beim HC Erlangen Handball spielen – so viele, dass der Verein sie auch aus Kapazitätsgründen gar nicht alle aufnehmen kann.

Jahrelanges Hickhack

In einer Stadt wohlgemerkt, in der man sich bis heute immer noch in Teilen schwertut, die großen Chancen und Vorteile, die eine Profimannschaft mit ihrer bundesweiten Strahlkraft bringt, zu erkennen – geschweige denn für sich zu nutzen. Dafür steht der groteske, jahrelange Hickhack um den Bau einer neuen Sportstätte, deren Sinn und Nutzen so lang diskutiert wurden, dass nun, wo die Halle endlich entstehen kann, die Zuschauerkapazität nicht einmal mehr die Lizenzbedingungen für die 2. Handball-Bundesliga erfüllt.

Da nutzt der Deutsche Handball-Bund die Sportbegeisterung der ganzen Region cleverer, wenn er das letzte, sportlich wertlose Qualifikationsspiel gegen einen international maximal zweitklassigen Gegner in die Arena Nürnberg legt. Man wird jedenfalls nicht viele Orte finden, an denen 7000 Menschen für so eine einseitige Abendunterhaltung und nicht wenig Geld in eine Arena strömen und eine Atmosphäre liefern, wie sie gestern herrschte. 

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