15°

Montag, 06.04.2020

|

zum Thema

1:3-Pleite gegen Hannover: Fürth fehlt das Glück

Beim Stand von 0:1 verschoss das Kleeblatt einen Elfmeter - 09.02.2020 15:56 Uhr

In den entscheidenden Momentan war Hannover oft einen Schritt schneller. © Sportfoto Zink / Wolfgang Zink


Die Kleeblatt-Fans auf der Nordtribüne und der Gegengeraden wiesen mit zahlreichen Spruchbändern ein weiteres Mal auf ihre Kampagne "Zurück zur SpVgg Fürth" hin, mit der sie den Namenszusatz "Greuther" aus dem Vereinsnamen tilgen wollen.

Zum Spiel: Kleeblatt-Coach Stefan Leitl musste gegenüber dem Auswärtssieg in Regensburg seine Startelf in der Innenverteidigung umstellen. Wegen der Gelbsperre von Kapitän Marco Caligiuri standen Mergim Mavraj und Paul Jaeckel im Abwehrzentrum. Und die beiden bekamen in der Anfangsphase gleich Arbeit. Denn die Gäste spielten zunächst gar nicht wie ein abstiegsbedrohtes Team. Mit vielen Diagonalpässen und weitgehend nur ein bis zwei Ballberührungen zogen sie die Fürther Elf immer wieder auseinander und erschwerten ihnen somit den Zugriff. 

Bilderstrecke zum Thema

Die Noten nach der 96-Pleite: Sauer stößt erneut unangenehm auf

Das Kleeblatt wollte seine kleine Siegesserie gegen Hannover fortführen. Doch dann lief es gegen Hannover erstmal so gar nicht. Gegentor während eigener Pressingphase bekommen, Elfmeter verschossen, Überzahl nicht ausnutzen können. Nur durch ein Eigentor kam die Spielvereinigung überhaupt nochmal ran, musste sich dann am Ende aber mit 1:3 geschlagen geben. Die Noten sind dennoch nicht wirklich schlecht. Bis auf eine Ausnahme vielleicht.


Doch nach einem ersten Torschuss der Niedersachsen arbeiteten sich die Gastgeber in die Begegnung und erzwangen Chance um Chance. Paul Seguin versuchte es aus der Distanz, Havard Nielsen und mehrere Male Branimir Hrgota per Kopf, doch der ehemalige Nationaltorhüter Ron-Robert Zieler war stets auf dem Posten. Die 96er reagierten nur noch.

Der Schiedsrichter zeigt auf den Punkt

Erst nach einer halben Stunde kam wieder ein Lebenszeichen: Als der Ex-Cluberer Cedric Teuchert mit einem Steilpass auf die Reise geschickt wurde, eilte Fürths Keeper Sascha Burchert aus seinem Tor. Zehn Meter vor der Strafraumgrenze grätschte er dem Stürmer den Ball im zweiten Versuch vom Fuß. Es dauerte weitere zehn Minuten, ehe Hannover aus dem Nichts die Führung glückte. Nach einer Kombination über ihre rechte Seite kamen die Gäste gefährlich vors Fürther Tor, Linton Mainas Versuch prallte noch an Burchert ab, doch den Nachschuss versenkte Genki Haraguchi flach, der Ball schien nicht unhaltbar.

Nachdem ein entscheidender Impuls nach Wiederanpfiff ausgeblieben war, brachte Leitl Jamie Leweling für den guten Marvin Stefaniak. Seine letzte Aktion vor der Auswechslung war ein Schuss aus 20 Metern ans Lattenkreuz. Und Leweling sorgte sofort für Aufruhr. Sein Kopfball landete an der Hand von Josip Elez, Schiedsrichter Sören Storks entschied nach Zurateziehen des Videoassistenten auf Elfmeter und Gelb-Rot für Elez. Doch Branimir Hrgota vergab die Chance auf den Ausgleich mit einem schlechten Schuss auf Zielers halbrechte Seite.

Bilderstrecke zum Thema

Fürther Heim-Frust: Die SpVgg ist besser, Hannover macht die Tore

Gegen Hannover 96 hatte das Kleeblatt einfach kein Glück. Nach schwieriger Anfangsphase kamen die Fürther gut ins Spiel und waren über die meiste Zeit die bessere Mannschaft. Doch Hannover machte die Tore, die Spielvereinigung verschoss dann auch noch einen Elfmeter. Und auch die folgende Überzahl konnte das Team von Stefan Leitl trotz immenser Anstrengungen nicht mehr für sich nutzen. In der allerletzten Minute erhöhte 96 auch noch auf 1:3.


Und obwohl die Hannoveraner nur noch zu zehnt waren, gelang ihnen sogar das 2:0. Mavraj musste mit weiterhin zwickenden Adduktoren vom Feld, Maximilian Bauer bekam gleich aufgezeigt, was Zweitligafußball ist. Der eiskalte Teuchert bekam links vorne den Ball, rannte auf das Sechzehner-Eck zu und schloss souverän ab: Der Ball landete im rechten oberen Toreck hinter Burchert. Doch die Fürther gaben nicht auf. Maximilian Wittek flankte stramm in den Strafraum und Waldemar Anton verlängerte den Ball mit dem Schienbein unglücklich ins eigene Tor. Das Publikum schöpfte noch einmal Hoffnung, 9580 Zuschaer waren diesmal gekommen. Wittek versuchte es noch einmal von der anderen Seite, Zieler faustete auf Daniel Keita-Ruel, doch der Abpraller versprang ihm, der Ball landete im Aus.Mit dem Schlusspfiff drückte sogar noch Simon Stehle das 3:1 über die Linie - Burchert war für den letzten Eckball des Spiels nach vorne geeilt und musste dem Konter tatenlos zusehen.

Ein verrücktes Spiel, das die Fürther nicht hätten verlieren müssen. Schade, denn Tabellenplatz vier ist nun futsch. Hannover war einfach kaltschnäuziger.

SpVgg Greuther Fürth: Burchert - Sauer (84. Bejimo), Jaeckel, Mavraj (67. Bauer), Wittek - Seguin, Ernst, Nielsen - Stefaniak (60. Leweling) - Keita-Ruel, Hrgota

Hannover 96: Zieler - Jung, Elez, Felipe (80. Ostrzolek), Horn - Anton - Maina, Kaiser, Prib ( 92. Stendera), Haraguchi - Teuchert (79. Stehle)

Tore: 1:2 Anton (Eigentor, 74.) / 0:1 Haraguchi (41.), 0:2 Teuchert (70.), 0:3 Stehle (96.) | Gelbe Karten: Sauer (38.), Seguin (74.) / Maina (6.), Elez (25.), Horn (32.), Kaiser (55.) | Gelb-Rote Karten: - / Elez (62.) Schiedsrichter: Storks (Velen) | Zuschauer: 9500

+++ Hier ist der Liveticker zum Nachlesen +++

14

14 Kommentare

Seite drucken

Seite versenden



Um selbst einen Kommentar abgeben oder empfehlen zu können, müssen Sie sich einloggen oder sich zuvor registrieren

Ihr Kommentar

Ihr Kommentar:

Bitte beachten Sie unsere Netiquette.

weitere Meldungen aus dem Ressort: Sport