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Sonntag, 16.06.2019

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Schärfere Kontrollen für Weißenburger Wildparker

Stadtrat diskutiert über chaotische Zustände vor dem Café Herzog - 17.05.2019 09:01 Uhr

Wildes Parken: Wie hier vor dem Café Herzog, wird gerne kreuz und quer geparkt. Rücksicht auf Einrichtungen wie Radfahrschutzstreifen wird dabei nicht genommen.


Wildes Parken ist in Weißenburg an verschiedenen Stellen immer wieder ein Thema – mitunter auch ein hoch emotionales. Während sich die Situation in der Obertorstraße durch das Verlegen zweier Stellplätze etwas entspannt hat, herrscht auf der Wendeplatte vor dem Gotischen Rathaus in der Luitpoldstraße und vor dem Café Herzog in der Jahnstraße in Stoßzeiten gerne mal Chaos.

Das Thema hat jetzt CSU-Fraktionsvorsitzender Klaus Drotziger im Stadtrat aufgegriffen. Auch an den Reaktionen der Zuhörer war zu erkennen, dass er damit einen Nerv getroffen hat.

"Die Anwohner fühlen sich alleingelassen"

Drotziger schilderte, dass der Radfahrschutzstreifen in der Jahnstraße auf Höhe des Cafés Herzog immer wieder zugestellt ist, dass private Stellplätze und Einfahrten zugeparkt sind und dass sowohl Tiefgarageneinfahrten als auch Feuerwehrzufahrten als Parkplätze missbraucht werden. Und das oftmals sogar dann, wenn Parkbuchten auf dem Herzog-Parkplatz frei sind.

Die Problematik sei der Stadtverwaltung schon geschildert worden, aber leider sei nichts passiert. "Die Anwohner fühlen sich alleingelassen", sagte Drotziger. Sie hätten sich eine schnelle Reaktion gewünscht.

Oberbürgermeister Jürgen Schröppel zufolge hat die Verwaltung das "Thema auf der Agenda". Auch mit der Polizei wurde es schon diskutiert. In Stoßzeiten sei die Situation tatsächlich wie von Drotziger geschildert.

Schärfere Kontrollen gefordert

Er selbst komme dort immer wieder vorbei, könne aber nicht feststellen, dass es sich um ein "Dauerärgernis" handle. Nichtsdestotrotz werde die Verwaltung der Sache aber nochmals nachgehen.

Das Problem ist aus Schröppels Sicht auch, dass "Leute oft einfach zu faul sind, in den Parkplatz reinzufahren" und lieber ihr Auto am Straßenrand und damit auf dem Radfahrstreifen abstellen. Der OB: "Jeder Gutwillige kann aber an den Schildern ablesen, dass es sich um den Parkplatz für das Café Herzog handelt."

Drotziger regte dennoch an, die Beschilderung zu überprüfen, vielleicht gebe es ja eine "optimalere". Außerdem müsse temporär schärfer kontrolliert werden. Mancher Zeitgenosse sei eben "nur über den Geldbeutel zu erziehen". 

ROBERT RENNER

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