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Der Sherwood Forest liegt nun bei Pfofeld

Die Vorhangreißer bringen Robin Hood als Musical auf die B - 16.06.2019 15:08 Uhr

Die Vorhangreißer bringen Robin Hood als Musical auf die Bühne © PR


Hätte man machen können, hat man aber nicht. Stattdessen beschloss man, erstmals ein Musical auf die Beine zu stellen. Eines, bei dem es nicht nur schwierige Sangesparts, sondern auch noch aufwendige Bühnenkämpfe zu choreografieren gibt „Ja“, seufzt Regisseurin Elke Kolb, „das ist schon eine Herausforderung. Aber das macht uns halt hier auch aus, dass wir gerne was Neues probieren.“

Robin Hood also, halb als Schauspiel, halb als Musical. 50 Darsteller werden bei den neun Aufführungen von Juni bis August auf der Bühne stehen. Die Hauptrollen hat man von einem Gesangscoach casten lassen und das Darsteller-Team wird von einer Freiburger Bühnenkampfschule betreut. Seit dem Sommer vergangenen Jahres laufen die Vorbereitungen für das Großprojekt.

Und Elke Kolb ist für ihre Verhältnisse nahezu euphorisch: „Ich bin ein eher kritischer Mensch, aber das wird richtig gut“, zeigt sie sich von den Proben angetan. Nicht zuletzt, weil man für den König der Diebe eine Idealbesetzung gefunden habe. Marco Zinsmeister spielt den Robin und bringt alles mit, was man dafür können muss.

Er kann singen, er kann tanzen, er kann kämpfen, er kann schauspielern, er hat das richtige Alter und enorme Ausstrahlung. Der gebürtige Obermögersheimer war einer von vier Kandidaten, die sich auf die Stelle als Robin von Locksley beworben hatten. 

Auch bei manch anderer Rolle, die man aus dem Dorf heraus nicht besetzen konnte, hat man sich in diesem Jahr Verstärkung aus umliegenden Gemeinden geholt. Das gilt auch für den Projektchor, in dem sich Mitglieder von Ostheim über Pleinfeld bis Wachstein finden.

Elke Kolb freut sich schon auf die neun Termine unter freiem Himmel. „Da ist für jeden was dabei. Es gibt Herz-Schmerz, große Kämpfe, Gesang, Helden und finstere Bösewichte.“ Dazu passt das Stück bestens in die Kulisse der Pfofelder Kapellruine, die sowohl dem Räuberlager im Sherwood Forest als auch dem Hof von Schloss Nottingham ein überzeugendes Ambiente spendiert.

Auf der Bühne wird nicht nur gesungen, sondern auch geschauspielert. „Wir haben ein paar Lieder rausgeschmissen“, sagt Kolb lachend. „Damit es nicht zu lang wird und damit auch Leute mitspielen können, die nicht singen können.“

Die Pfofelder sorgen in jedem Fall wieder für ein großes Theaterereignis in der Region. Die kann sich theatral in dieser Saison sowieso sehen lassen. Mit dem „Lebkuchenmann“ (siehe Seite 64/65) und dem Robin-Hood-Musical werden gleich zwei Großproduktionen parallel gestemmt. Und das nur wenige Kilometer Luftlinie voneinander entfernt. Als Theaterfreund kann man sich da nur freuen.         

PREMIERE: Freitag, 21. Juni, 20.30 Uhr, Kapellruine, Pfofeld

Weitere Termine: Freitag, 28. Juni, Samstag, 29. Juni, Freitag, 5. Juli, Samstag, 6. Juli, Freitag, 19. Juli, Samstag, 20. Juli, Freitag, 2. August, Sonntag, 3. August, jeweils 20.30 Uhr.

  

Jan Stephan Carpe diem

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