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Mittwoch, 05.08.2020

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Weißenburger Jahnstraße: Wohnen statt verwalten?

Die Weißenburger CSU schlägt einen kommunalen Wohnungsbau anstelle des Ämtergebäudes vor. - 09.07.2020 05:47 Uhr

Die CSU will wissen, ob anstelle des ungenutzten Ämtergebäudes an der Jahnstraße ein kommunaler Wohnungsbau möglich ist. Der Stadtrat soll die Verwaltung beauftragen, die Voraussetzungen zu prüfen.

© Foto: Robert Renner


Die CSU-Stadtratsfraktion favorisiert einen kommunalen Wohnungsbau anstelle des sogenannten Ämtergebäudes an der Jahnstraße in unmittelbarer Nachbarschaft zu den Werkhallen von Plastic Omnium. Daher soll die Stadtverwaltung die Höhe der Abrisskosten für das derzeit ungenutzte Ämtergebäude und die Höhe der möglichen Fördermittel für diesen Abriss klären.

Außerdem soll sie die Kosten, die Anzahl der möglichen Wohnungen die Zuschusslage usw. für einen kommunalen Wohnungsbau an dieser Stelle ermitteln. "Die Vorlage soll so rechtzeitig erfolgen, dass gegebenenfalls eine Berücksichtigung für den Haushalt 2021 erfolgen kann", heißt es im CSU-Antrag.

Diesen begründen die Christsozialen folgendermaßen: "Das Ämtergebäude ist derzeit nicht vermietet. Es steht leer und befindet sich in einem stark renovierungsbedürftigen Zustand. Es steht zu befürchten, dass eine Renovierung oder ein Umbau aufgrund des Zustandes keinen Sinn macht und ein Abriss sowie eine anschließende Neubebauung des Grundstücks die bessere und finanziell sinnvollere Lösung ist."

"Die Abrisskosten des relativ großen Gebäudes dürften nicht unerheblich sein, weswegen eine mögliche Förderung eines solchen Abrisses für die Stadt sehr reizvoll wäre", schreibt CSU-Fraktionschef Klaus Drotziger.

Außerdem befinde sich das Grundstück einerseits in einer altstadtnahen Lage und stelle deswegen eine attraktive Lösung für kommunalen Wohnungsbau dar. Andererseits handle es sich um keine Lage, die für die weitere Entwicklung der Stadt von strategisch wichtiger Bedeutung wäre, meint man bei den Christsozialen.

Auch die SPD will offensichtlich am Vorhaben eines kommunalen Wohnungsbaus festhalten. Sie legt sich aber noch nicht auf ein bestimmtes Grundstück fest und hat vorerst eine Anfrage bei OB Schröppel eingereicht. Sie möchte von der Verwaltung "wissen, wo es in Weißenburg geeignete Flächen gibt, die ein derartiges Projekt möglich machen würden".

Die Stadtverwaltung soll daher prüfen, welche eigenen Gebäude oder Flächen dafür infrage kämen oder welche Grundstücke dafür erworben werden könnten, um innerhalb des Förderungszeitraums einen weiteren kommunalen Wohnungsbau in Weißenburg verwirklichen zu können", schreibt Fraktionsvorsitzender Andre Bengel.

ROBERT RENNER

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