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Montag, 27.05.2019

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Pappenheim: Bahnunterführung 18 Monate gesperrt

Nadelöhr am Pappenheimer Bahnhof wird zweispurig - Weite Umleitung - 17.04.2019 06:02 Uhr

Die Vorarbeiten laufen bereits, ab dem 29. April wird dann die Bahnunterführung am Pappenheimer Bahnhof bis Herbst 2020 komplett gesperrt. © Rainer Heubeck


Aktuell ist der Bereich noch über eine Baustellenampel passierbar, ab 29. April ist dann aber Schluss – und das bis voraussichtlich in den Herbst 2020. Treffen wird das vor allem die in Niederpappenheim ansässigen Unternehmen wie Plastic Omnium, Modl, Leiritz oder Felsner und die Übermatzhofener. Statt der 300 Meter muss monatelang eine Umleitung von rund 14 Kilometern in Kauf genommen werden. Die Firmen wurden über das Projekt und dessen Auswirkungen auf die Logistik vorab informiert. Die Umleitung ist ausgeschildert und führt über Langenaltheim und die B 2 zur "Heusteigenkreuzung" und von dort nach Pappenheim und umgekehrt.

Lokale Abkürzung

Für die Bürger aus Übermatzhofen gibt es eine lokal nutzbare Abkürzung durch Steinabbaugebiet. Doch die Schotterstraße, die von der Stadt Pappenheim für rund 20 000 Euro ausgebaut wird, ist nicht mit größeren Fahrzeugen oder gar Lastwagen zu nutzen, weil sie viel zu steil ist.

Die Fußgänger sind von der Vollsperrung nicht betroffen – die Wege zu den Bahnsteigen bleiben bestehen. Die Parkplätze in der Niederpappenheimer Straße können während der Bauzeit nicht genutzt werden.

Der Neubau der Eisenbahnbrücke und die Erweiterung der einspurigen Durchfahrt steht seit Langem auf der Agenda der Straßenbauprojekte im Landkreis. Die bestehende Eisenbahnüberführung stammt in ihren Grundzügen noch aus der Gründerzeit der Bahnlinie Ingolstadt-Treuchtlingen aus dem Jahr 1870 und wurde mehrfach umgebaut – zuletzt 1977.

Ampel nicht mehr nötig

Die DB Netz AG wird mehrere Millionen Euro in die neue Brücke investieren, die vor Ort gebaut und dann eingeschoben wird. Dann ist der Landkreis am Zug mit dem Ausbau der Straße, die auf zwei Fahrspuren verbreitert und dann ohne Ampel auskommen wird. "Die Baumaßnahme verbessert die Infrastruktur und das Straßennetz im südlichen Landkreis erheblich", heißt es in einer Pressemitteilung des Landkreises. Zudem
– und damit geht ein lang gehegter Wunsch am Pappenheimer Bahnhof in Erfüllung – wird es einen barrierefreien Zugang zu den Gleisen geben.

Die Lage der Baustelle nahe der Altmühl sowie die nötige Aushubtiefe stellen hohe Anforderungen an den Grundwasserschutz. Gebaut wird hier eine große Grundwasserwanne, in der die Unterführung dann verlaufen wird. Verlegt werden müssen schließlich auch der Oberflächenkanal und die Wasserleitung. Sind die Baumaßnahmen dann im Herbst 2010 abgeschlossen, muss noch die bisherige Bahnbrücke abgebrochen werden. Dies stehen für 2021 an – aber ohne große Sperrungen. 

rh

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