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Manuel Westphal soll als Landratskandidat antreten

CSU-Kreisvorstand sprach sich klar für den 44-jährigen Meinheimer aus - 16.07.2019 17:49 Uhr

Harmonieren politisch und am Herd: Landrat Gerhard Wägemann und Landtagsabgeordneter Manuel Westphal. Geht es nach dem CSU-Kreisvorstand soll westphal im kommenden Jahr Wägemann beerben. © Foto: Jürgen Leykamm


In geheimer Wahl (Westphal: "Das war mir wichtig") sprachen sich alle 34 anwesenden Vorstandsmitglieder für den 44-jährigen Meinheimer aus, der seit 2013 für die CSU im Bayerischen Landtag sitzt. Sollte er im März nächsten Jahres die Wahl gewinnen, würde Alfons Brandl aus Herrieden als Nachrücker Landtagsabgeordneter werden. Wenn es so kommt, werde sich Brandl sicher auch "intensiv um Weißenburg-Gunzenhausen kümmern", ist Westphal überzeugt. Schon im Wahlkampf 2018 war der Zweitstimmenkandidat viel in Altmühlfranken aktiv.

Was der hiesige CSU-Kreisvorsitzende nicht sagt: Das muss Brandl schon allein deshalb tun, weil er es sicher nicht bei einer knappen Periode im Landtag (die nächste Wahl ist im Herbst 2023) belassen wollen würde. Und bei der Delegiertenkonferenz im Stimmkreis Ansbach-Süd/Weißenburg-Gunzenhausen hat der hiesige Kreisverband die Mehrheit.

Nominierung im Herbst

Brandl würde als Abgeordneter auf jeden Fall auch kommunalpolitische Erfahrung mitbringen, was Westphal sehr begrüte. Brandl ist seit fast 18 Jahren Bürgermeister von Herrieden. Vor wenigen Wochen verkündete er, dass er kein viertes Mal kandidieren werde.

Die offizielle Nominierung Westphals soll nach der Sommerpause Ende September oder vielleicht auch erst im Oktober erfolgen, kündigte Westphal gegenüber dem Weißenburger Tagblatt an. Angesichts des klaren Empfehlungsbeschlusses des Vorstands sind bei der Kreisdelegiertenkonferenz eher keine Überraschungen zu erwarten. Bislang gibt es keinen weiteren Bewerber, der gegen Westphal seinen Hut offiziell in den Ring werfen würde.

Die Aufgabe als Landrat bezeichnete der Jurist als besonders reizvoll. "Man hat sehr viele Gestaltungsmöglichkeiten." Als Abgeordneter lege man die Grundlagen fest, als Landrat fülle man sie dann mit Leben und wirke damit direkt auf das Leben der Menschen. So habe man viele Möglichkeiten, um die Zukunft der Region zu gestalten. Auch die Aufgabe, eine Verwaltung zu führen, reize ihn.

Dass Manuel Westphal antritt, um Gerhard Wägemann zu beerben, war in politischen Kreisen schon länger vermutet worden. Er war dem Weißenburger schon als Abgeordneter und als Kreisvorsitzender nachgefolgt. Der CSU-Mann dürfte ziemlich sicher der klare Favorit bei der Landratswahl im kommenden Frühjahr sein.

Die anderen Parteien tun sich noch schwer mit Gegenkandidaten und haben sicher auch erst einmal abgewartet, wer für die CSU in den Ring steigen wird. Inzwischen haben auch die Grünen bekannt, dass sie vermutlich keinen Bewerber ins Rennen schicken werden. "Einen eigenen Kandidaten wüsste ich im Moment nicht", sagte Kreissprecher Winfried Kucher gegenüber dem Weißenburger Tagblatt. Er könne sich aber durchaus einen von mehreren politischen Gruppen getragenen gemeinsamen Kandidaten vorstellen. Die Idee scheint auch in den anderen Parteien Gefallen zu finden, wie man hört. Doch einen Namen für einen solchen gemeinsamen Kandidaten gibt es noch nicht.

  

ROBERT MAURER

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