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Kleines Weißenburger Kirchweih-Comeback?

Stadtmarketingverein und Kirchweihausschuss planen an einer "Wirtshauskörwa" im August. Die Gastronomie muss nun Flagge zeigen. - 12.07.2020 15:56 Uhr

Wirtshauskörwa mit Live-Übertragung des Fassanstichs durch den Weißenburger Oberbürgermeister. Stadtmarketingverein und Kirchweihausschuss denken über eine „kleine Kirchweih“ nach.

© Foto: Robert Renner


Am Wochenende 14. bis 16. August soll die "Wirtshauskörwa" über die Bühne gehen. Die beteiligten Wirtschaften könnten für diesen Anlass im Rahmen der Verordnungen ihre Außenbestuhlungen vergrößern und eine besondere Kirchweihkarte auflegen. Auch gegen musikalische Begleitung wäre aus Sicht des Stadtmarketingvereins nichts einzuwenden, "wenn alles im vorgegebenen Rahmen abläuft".

Als besondere Aktion plant man einen Online-Fassanstich mit Weißenburgs Oberbürgermeister Jürgen Schröppel. Der Anstich könnte dann in die Wirtshäuser live übertragen werden. Man überlege auch, eine mobile Musikgruppe zu engagieren, die dann Freitag und/oder Samstag durch die beteiligten Wirtshäuser zieht, heißt es in dem Schreiben.

Der Kirchweihausschuss und der Stadtmarketingverein bieten an, die Bewerbung und auch organisatorische Belange zu übernehmen. Bis zum 20. Juli sollen sich die interessierten Wirte beim Stadtmarketingverein melden. Auch weitere Ideen für die Programmpunkte einer solchen Wirtshauskörwa können noch angebracht werden.

Gunzenhausen hatte vergangene Woche für Schlagzeilen gesorgt, als man ankündigte, die dortige Kirchweih durchzuführen (wir berichteten). Zwar ohne Festzelt und zentralen Rummelplatz, aber doch mit größerem Programm. So sollen in der Altmühlstadt mehrere öffentliche Plätze bespielt werden und unter anderem auch Schausteller mit ihren Wägen anrücken.

Das Gunzenhausener Konzept habe man auch in Weißenburg geprüft, wird in dem Schreiben des Stadtmarketingvereins erklärt. Nach Rücksprache habe man davon aber aus mehreren Gründen Abstand genommen. Zum einen seien die Schausteller "nicht unbedingt interessiert" daran gewesen, über die Woche Fahrgeschäfte aufzustellen, zum anderen habe auch der Kirchweihausschuss mehr Probleme als Nutzen gesehen. Deswegen versucht man es nun mit einer Weißenburger "Wirtshauskörwa".

Das immerhin ist im Grunde ein recht traditioneller Ansatz, weil die Kirchweih in der Stadt bis vor rund 120 Jahren nämlich genau so gefeiert wurde. Nicht mit einem großen eigenen Zelt, sondern in den Wirtshäusern der Stadt, die alle zusammengenommen die Kirchweih im Ganzen waren. Ob diese Idee nun ein Revival erlebt, wird nun die Resonanz der Wirte entscheiden. Denn ohne die, kann man eine "Wirtshauskörwa" schlecht feiern.

wt

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