19°

Samstag, 15.08.2020

|

zum Thema

Trump verbreitet über Twitter Video mit rassistischem Slogan

Anhänger von US-Präsident brüllen Demonstranten "Weiße Macht" entgegen - 28.06.2020 15:26 Uhr

Trump wird vorgeworfen, sich nicht klar gegen Rassismus zu positionieren und zu wenig Verständnis für den Zorn über anhaltende Diskriminierung und Ungerechtigkeit zu zeigen.

© Alex Brandon/AP/dpa


Einer von Trumps Unterstützern brüllt den Demonstranten dann entgegen: "Weiße Macht" (Englisch: White Power). Dieser Slogan wird in USA vor allem von rassistischen Gruppen eingesetzt.

In dem undatierten und offenbar aus dem Bundesstaat Florida stammenden Video scheinen sowohl die Demonstranten als auch Trumps Anhänger ältere weiße Amerikaner zu sein. Trump wurde auf Plakaten der Demonstranten als "Rassist" bezeichnet, seine Anhänger hatten an ihren Golfcarts unter anderem Schilder von Trumps Wahlkampagne, auf denen "Trump 2020" und der Slogan "Amerika zuerst" (America first) standen. Eine Demonstrantin trug auch ein T-Shirt mit der Aufschrift "Black Lives Matter".

Trump bezeichnet Anhänger als "tolle Leute"

Das Video, das Trump mit seinen gut 82 Millionen Followern teilte, war eine Stunde später bereits 1,5 Millionen mal angesehen worden. Das Video ist gut zwei Minuten lang, der Slogan "Weiße Macht" kommt aber bereits in den ersten zehn Sekunden vor. Trump bezeichnete seine in dem Video zu sehenden Anhänger als "tolle Leute" und dankte ihnen.


Bilder: So läuft der "Black Lives Matter"-Protest in Nürnberg


Seit dem Tod des Afroamerikaners George Floyd bei einem brutalen Polizeieinsatz vor gut einem Monat ist es in den USA landesweit zu Massenprotesten gegen Rassismus und Polizeigewalt gekommen. Trump präsentiert sich jedoch vor allem als ein Präsident, der Recht und Ordnung durchsetzen will. Ihm wird daher vorgeworfen, sich nicht klar gegen Rassismus zu positionieren und zu wenig Verständnis für den Zorn über anhaltende Diskriminierung und Ungerechtigkeit zu zeigen.

Bilderstrecke zum Thema

Donald Trump: Ein US-Präsident wie keiner vor ihm

Am 20. Januar 2017 wurde der Immobilien-Milliardär Donald Trump zum 45. Präsidenten der Vereinigten Staaten gewählt. Längst ist klar: Einen solchen Präsidenten hatten die USA noch nie. Ständig gibt es Show und Selbstlob, während Fehler immer auf die Kappe anderer gehen. Und in der Substanz: Abreißen, was seine Amtsvorgänger in 70 Jahren amerikanischer Außenpolitik aufgebaut haben.


dpa

Seite drucken

Seite versenden



Um selbst einen Kommentar abgeben oder empfehlen zu können, müssen Sie sich einloggen oder sich zuvor registrieren

Ihr Kommentar

Ihr Kommentar:

Bitte beachten Sie unsere Netiquette.

weitere Meldungen aus dem Ressort: Region