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Dienstag, 23.07.2019

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Trockenheit und Wind sorgen für Waldbrände in der Region

In Dietersdorf entzündeten sich auf einem wasserarmen Untergrund Glutreste - 19.04.2019 19:26 Uhr

Im Landkreis Fürth wurde am Freitag ebenfalls ein Waldbrand gemeldet. © NEWS5 / Klein


Im Landkreis Nürnberger Land hat es am Karfreitag auf einer Waldfläche von rund Tausend Quadratmetern gebrannt. 150 Einsatzkräfte konnten den Brand nach rund vier Stunden löschen, wie ein Sprecher der Feuerwehr am Freitag mitteilte. Das Feuer war in der Nähe eines Wanderweges bei Schwarzenbruck ausgebrochen. Häuser oder Menschen waren den Angaben zufolge nicht gefährdet. Was den Brand auslöste, war zunächst unklar. Die Feuerwehr vermutete, dass Wanderer das Feuer durch Unachtsamkeit verursacht haben könnten. 

Zuvor hatte es am Donnerstag bereits in Markt Ebrach (Landkreis Bamberg) einen Waldbrand gegeben, ebenso wie in Lauf an der Pegnitz -dort hatte sich der trockene Waldboden offenbar an der heißen Abgasanlage des Pkw einer Nürnbergerin entzündet. Die 78-Jährige konnte rechtzeitig aussteigen, ehe ihr Wagen Feuer fing und komplett ausbrannte. Die Freiwillige Feuerwehr Lauf löschte das brennende Auto und den etwa 500 Quadratmeter großen Waldbrand ab.

Auch ein Feuer in Dietershofen (Landkreis Nürnberger Land) am Dienstag zeigt, wie gefährlich die Trockenheit ist. Michael Raum, 1. Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Kirchensittenbach, war mit seinen Kameraden vor Ort und informierte die Hersbrucker-Zeitung über die Lage. Die Einsatzkräfte haben den Brand am südlichen Rand der "Ha", der Hochfläche zwischen Dietershofen, Morsbrunn, Algersdorf und Entmersberg, anschließend mit Schaum abgedeckt. Das Feuer hatten Waldarbeiter ordnungsgemäß bei Raum angemeldet.


Bis zu 25 Grad: Waldbrandgefahr steigt weiter an!


Wind gibt Nahrung

Angefacht vom Wind und "genährt" vom nach wie vor knochentrockenen Untergrund entzündeten sich gegen 18 Uhr aber wohl letzte Glutreste und binnen Minuten standen rund 50 Quadratmeter am Waldrand in Flammen.

Auch in Prosberg (Landkreis Nürnberger Land) musste am Dienstag die Feuerwehr zu einem ähnlichen Einsatz ausrücken – hier wurde ein landwirtschaftlicher Anhänger vom Feuer erfasst und brannte nahezu vollständig aus. Der Sachschaden beläuft sich nach Polizeiangaben auf zirka 1500 Euro. "Das wird nicht das letzte Mal gewesen sein", sagte Michael Raum, 1. Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Kirchensittenbach.


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Im Landkreis Fürth brannte am Freitagnachmittag ein Waldstück. Auf rund 200 Quadratmetern Fläche breiteten sich die Flammen nahe Lind aus. Die Einsatzkräfte der Feuerwehr konnten den Brand allerdings schnell löschen. Die genaue Ursache ist noch unklar.

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Der wenige Regen und die Sonne haben Bayerns Wälder erneut schnell ausgetrocknet. Ein Waldstück bei Lind (Lkr. Fürth) geriet am Freitagmittag in Brand.


Rotes Kreuz gibt Warnhinweise

Auch das Bayerische Rote Kreuz warnt eindringlich vor der derzeit herrschenden Waldbrandgefahr. Und hat einige Hinweise veröffentlicht:

- Melden Sie Waldbrände sofort per Notruf 112.
- In den Wäldern gilt Rauchverbot vom 1. März bis 31. Oktober.
- Werfen Sie beim Autofahren keine Zigarettenkippen aus dem Fenster.
- Zünden Sie im Wald oder in Waldnähe (mind. 100 Meter) kein offenes Feuer.
- Parken Sie Ihr Auto nicht auf trockenem Gras, da es sich am heißen Katalysator entzünden kann.
- Parken Sie stets so, dass Betriebs-, Rettungs- und Löschfahrzeuge nicht behindert werden.
- Seien Sie besonders vorsichtig in lichten, grasreichen Bergwäldern, durch Föhneinfluss herrscht hier oft große Trockenheit. Die Waldbrandbekämpfung ist extrem schwierig.
- Waldbesitzer sollten Reisig und Restholz bei Waldbrandgefahr nicht verbrennen, sondern abtransportieren oder einen Witterungsumschwung abwarten.

Dieser Artikel wurde um 19.26 Uhr aktualisiert. 

Klaus Porta/mw/psz

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