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Wallmüllerplatz: Müll, Geplätscher und Geschrei

Inzwischen kommen Kinder mit Handtuch und Badehose auf den Walli - 27.06.2020 05:57 Uhr

Der begehbare Springbrunnen auf dem Treuchtlinger Wallmüllerplatz hat sich längst zu einem beliebten Treffpunkt entwickelt – und zum kostenlosen Freibad-Ersatz für viele Kinder, die zwischen den Wasserdüsen planschen, während die Eltern im Schatten der Bäume sitzen oder sich ein Eis schmecken lassen.

© Foto: Patrick Shaw


Warum spudelten etliche Treuchtlinger Brunnen bis vor kurzem noch nicht, obwohl sie sonst schon zu Pfingsten eingeschaltet werden? Das wollte SPD-Fraktionschefin Kerstin Zischler in der jüngsten Stadtratssitzung wissen.

Die Antwort, wie dieser Tage auf so viele Fragen: Corona. Laut Bürgermeisterin Kristina Becker sollen die kleineren Brunnen – etwa das "Nilpferd" am Patrich – nun jedoch in Betrieb gehen. Lediglich die hohen Düsen des begehbaren Brunnens auf dem Wallmüllerplatz bleiben bis zum endgültigen Abklingen der Pandemie gedrosselt, weil es dort sonst für die angrenzenden Geschäfte zu laut werde. Diese müssen nämlich aus Hygienegründen nach wie vor alle 15 Minuten lüften, sodass die Mitarbeiter bei der Beratung bisweilen mehr Geplätscher und Geschrei als die Wünsche ihrer Kunden hören.

Kerstin Zischler betonte, dass sie es ohnehin "für unpassend halte, wenn die Kinder inzwischen gleich mit Badehose und Handtuch auf den Wallmüllerplatz kommen". Matthias Strauß (CSU) ergänzte, dass dort an sonnigen Tagen "auch die Mülleimer überquellen und die Kinder leere Eisbecher im Wasser schwimmen lassen". Das sehe "scheußlich aus".

Ein kostenloser Freibad-Ersatz

Tatsächlich hat sich das Wasserspiel mittlerweile für etliche Familien zu einem beliebten, da kostenlosen Ersatz fürs Freibad entwickelt. Dass sich gerade der Nachwuchs dort im Sommer eine Abkühlung holt, war bei der Konzeption so gedacht – mit den Ausmaßen, die dies inzwischen annimmt, hatten bei der Entscheidung im Oktober 2015 jedoch wohl die wenigsten gerechnet.

Laut Hans König (TBL) ist auch die Bestuhlung des angrenzenden Eiscafes zu eng, um den im Zuge der Corona-Pandemie vorgeschriebenen Mindestabstand einzuhalten. Rathaus-Geschäftsleiter Christian Kundinger versicherte, dass die Stadt diese und weitere Hinweise sammle, um dann geeignet tätig zu werden.

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