Dienstag, 19.11.2019

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Treuchtlingen will Erzieher-Job attraktiver machen

Das Modell OptiPrax lockt mit kürzerer Lehrzeit und früherer Bezahlung - 02.10.2019 06:04 Uhr

Schneller bei den Kindern: Simon Gebert absolviert seine Ausbildung zum staatlich anerkannten Erzieher im Rahmen des Modellversuchs „OptiPrax“. Der städtische Kindergarten in Treuchtlingen bietet diese „Erzieherausbildung mit optimierten Praxisphasen“ erstmals an. © Kindergarten Treuchtlingen


Schon seit dem Schuljahr 2016/17 erprobt der Freistaat diese verkürzte und bezahlte Form der Ausbildung. Ziel des Modellversuchs ist laut Bildungsministerium "die Erprobung, inwieweit eine Erzieherausbildung, bei der die Praxis in die theoretische Ausbildung integriert ist und für welche eine Vergütung bezahlt wird, die Ausbildung zur staatlich anerkannten Erzieherin beziehungsweise zum Erzieher attraktiver macht".

Darüber hinaus will das Ministerium auch neue Bewerbergruppen wie zum Beispiel die bisher stark unterrepräsentierten Männer sowie Fachabiturienten, Abiturienten und Quereinsteiger gewinnen. Die herkömmliche Ausbildung zum Erzieher dauert insgesamt fünf Jahre und wird an einer Fachakademie für Sozialpädagogik absolviert. Da sie in erster Linie schulähnlich ist, verdienen die angehenden Pädagogen erst im Anerkennungsjahr Geld.

Mehr Männer in die Kitas

Das OptiPrax-Modell ermöglicht dagegen die Ausbildung bei gestaffelter Vergütung für Bewerber mit mittlerem Schulabschluss innerhalb von vier Jahren sowie für Bewerber mit fachfremder Berufsausbildung innerhalb von drei Jahren. Erstmals hat nun auch die Stadt Treuchtlingen für ihren Kindergarten in der Hochgerichtstraße einen "OptiPrax-Azubi" eingestellt.

Der 16-jährige Simon Gebert absolviert hier seine Erzieherausbildung auf diese Weise. Kindergartenleiterin Gisela Meyer begrüßt einer Pressemitteilung zufolge das neue Modell und "freut sich, dass sich wieder ein Mann für diesen Beruf begeistert hat". Sie finde es wichtig, dass die Kinder auch eine männliche Bezugsperson haben.

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