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Mittwoch, 26.06.2019

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Treuchtlingen: Matinéen in der Lambertuskirche starten

In dieser Saison kommen unter anderem Werke von Vivaldi und Bach zum Klingen - 14.05.2019 06:02 Uhr

Im vergangenen Jahr konnte Initiator Horst Bendinger (im Vordergrund) die 250. Matinée feiern, heuer startet die Reihe am 19. Mai. © Archivfoto: Patrick Shaw


Bereits zum 26. Mal bietet die katholische Kirchengemeinde Treuchtlingen ihre sonntägliche Matinéenreihe in der Lambertuskirche an. Anspruchsvolle geistliche und Kammermusik wechseln sich dabei ab.

Eröffnet wird die Reihe am 19. Mai um 11.30 Uhr mit italienischen Kammersonaten für Blockflöte, Barockcello und Basso Continuo. Es spielt das Trio ". . .da chiesa e camera". Dahinter verbergen sich Sabine und Bernhard Waritschlager (Altblockflöte und Cembalo) sowie Stefan Pferinger (Barockcello). Sabine Waritschlager ist unter ihrem Mädchennamen Neumeyer in Treuchtlingen besser bekannt und wirkte bereits bei sehr vielen Matinéen als Blockflötistin mit.

Mit der 260. Matinée wird die Reihe am 26. Mai fortgeführt. Zu hören sind Motetten von Antonio Vivaldi, darunter das anspruchsvolle "Nisi Dominus". Es singt die Ingolstädter Mezzosopranistin Ursula Maxhofer-Schiele, begleitet vom Lambertus Consort.

Zu den diesjährigen Höhepunkten der Reihe zählt wohl die Matinée am 2. Juni. Aufgeführt wird Bachs Brandenburgisches Konzert Nr.1 und die Bach-Kantate "Falsche Welt, dir trau ich nicht". Das Brandenburgische Konzert Nr.1 ist nach Veranstalterangaben selten zu hören, denn es erfordert eine große Besetzung: zwei Hörner, drei Oboen, Fagott, Solo-Violine, Streicher und Basso Continuo. Die Bach-Kantate verwendet in der Symphonia den 1. Satz des Brandenburgischen Konzertes, allerdings ohne Solo-Violine. Es musizieren Andrea Wurzer (Sopran, Nürnberg), Johannes und Daniel Stürmer (Horn, Ansbach), Christoph und Dietrich Semmlinger sowie Ingrid Kun (Oboe), Barbara Hofmann (Fagott), Roman Strößner (Solo-Violine) und das Lambertus-Consort. Den Schluss-Choral bei der Bach-Kantate singt der Chor der Marienkirche.

Die Pfingst-Matinée findet am Pfingstmontag, 10. Juni statt. Aufgeführt werden Kantaten für Tenor, Trompete und Streicher von Fux und Zelenka. Es singt Harald Thum (Tenor, München) begleitet von Oliver Kollmannsberger (Trompete, Ingolstadt) und dem Lambertus Consort.

Kammermusik auf hohem Niveau bieten die Matinéen am 16. und 23. Juni. Sonaten für Flauto Traverso und Cembalo von Bach spielt der gebürtige Treuchtlinger Christian Reif (Würzberg) am 16.Juni, während die Zirndorfer Geigerin Birgit Trunk am 23. Juni mit virtuosen Sonaten des Bach-Zeitgenossen Johann Adolf Hasse aufwartet. Begleitet werden sie jeweils von Horst Bendinger auf dem Cembalo.

Mit zwei anspruchsvollen Matinéen geht es in die "Kirchweihpause". Am 30. Juni steht Mozarts virtuose Motette "Exsultate, jubilate" auf dem Programm. Es singt Annette Sailer aus Dillingen, begleitet von Johannes und Daniel Stürmer (Horn), Christoph und Dietrich Semmlinger (Oboe) und dem Lambertus Consort.

Die Bach-Kantaten "Der Friede sei mit dir" und "Liebster Jesu, mein Verlangen", werden am 7. Juli angeboten. Solisten sind Andrea Wurzer (Sopran, Nürnberg), und Tobias Freund (Bass, Schwabach). Sie musizieren zusammen mit Christoph Semmlinger (Oboe) und Johanna Kurz (Violine) sowie dem Lambertus Consort.

In der Kirchweihpause spielen viele der Matinéen-Musiker beim Ellinger Schlosskonzert 2019 am 14. Juli um 16.30 Uhr. Es steht in diesem Jahr unter dem Thema "Bachs viele klingende Saiten". Aufgeführt werden Konzerte für zwei, drei, und vier von Johann Sebastian Bach. Solisten sind Michael und Ulrike Haag, Claudia Esch und Christine Gschwandtner (Cembalo). Es spielt das Hertle Streichquintett aus Eichstätt.

Auch nach der Pause geht es mit Bach weiter. Die Solo-Kantate "Mein Herze schwimmt im Blut" bezieht sich auf das Gleichnis vom Pharisäer und Zöllner und schildert vor allem die Verzweiflung des Zöllners im Tempel zu Jerusalem. Solisten sind Silke Mändl (Sopran, Cadolzburg) und Ingrid Kun (Oboe, Bobingen).

Pergolesis "Stabat Mater" gehört zu den großartigsten Barock-Kompositionen. Magdalena Dijkstra (Sopran, Arnhem (Niederlande)) und Heike Kohler (Mezzosopran, Weißenburg), zwei Studienkolleginnen und Freundinnen, singen es am 4. August, begleitet vom Lambertus Consort.

Die Pappenheimer Kombination Christine Gschwandtner und Horst Bendingger spielt am 11. August. Während Gschwandtner am Cembalo im Altarraum ist, antwortet Bendinger mit der Orgel auf der Empore. Zu hören sind Werke von Carl Philipp Emanuel Bach, Blanco, Lucchinetti und Soler.

Mit der 270. Matinée und Trompetenkonzerten von Händel (aus der Wassermusik) und Torelli verabschiedet sich die diesjährige Matinéen-Reihe am 18. August. Solist ist Johannes Stürmer (Trompete, Ansbach), begleitet vom Lambertus Consort.

Die musikalische Leitung liegt wieder bei Horst Bendinger, der auch für die Konzeption verantwortlich ist. Der Eintritt ist frei dank einer Bezuschussung der Sparkassen, des Volksbildungswerks Treuchtlingen, der Stadt Treuchtlingen und privater Sponsoren.

Am zweiten Weihnachtsfeiertag findet außerdem wieder das traditionelle Weihnachtskonzert statt. Die Sopranistin Annette Sailer (Dillingen) singt Weihnachtsarien aus Händels "Messias" und aus Weihnachtskantaten von Bach. Ferner spielt das Lambertus Consort das Weihnachtskonzert von Manfredini.  

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