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Treuchtlingen: Die Zufriedenheit des Werner Baum

Das Hotel und die Altmühltaler-Auslagerung sind für den Bürgermeister die größten Ziele - 06.12.2019 06:04 Uhr

Treuchtlingens amtierender Bürgermeister Werner Baum (SPD) zog zum Wahlkampfauftakt Bilanz und setzte sich weitere Ziele.

© Robert Maurer


Ganz oben auf der Liste steht das Hotel an der Altmühltherme. Wer hier meine, das sei eine Luftnummer, liege völlig falsch, betonte der SPD-Rathauschef. Die Planung sei seit der Ankündigung weiter konkretisiert und in Abstimmung mit den Behörden verfeinert worden.

Baum ist auch fest davon überzeugt, dass die 17-Millionen-Euro-Investition in das Bad bestens angelegtes Geld ist. "Die Therme strahlt weiter über Treuchtlingen und weit über die Region hinaus." Mit knapp 70 Vollzeitstellen sei sie eine der größten derartigen Einrichtungen in Deutschland. In Kombination mit dem Hotel sei das ein wesentlicher Baustein bei der Entwicklung zur "Gesundheitsstadt Treuchtlingen".

Baum wollte bewusst nicht von der "Kurstadt" sprechen. Denn dazu müssten erst die Rahmenbedingungen stimmen. "Es macht erst Sinn, Bad Treuchtlingen zu werden, wenn alles zusammenpasst." Er sehe Treuchtlingen hier auf einem guten Weg, stellte aber auch mit Blick in Richtung Weißenburg fest: "Der wurde jäh unterbrochen durch das Thema Wasser." Für die weitere Entwicklung Treuchtlingens sei es von enormer Bedeutung, die Firma Altmühltaler aus dem Stadtzentrum hinaus an die Heusteige zu verlagern.

"Unehrliche Diskussion ums Wasser"

"Ich finde es schade, dass das an der unehrlichen Diskussion zum Thema Wasser gescheitert ist", so der Bürgermeister. Dafür gab es deutlichen Beifall von den Genossen. Er habe die Hoffnung, dass Schuh-Hermann bald um die Outdoor-Sparte erweitert werden kann, stichelte Baum noch ein bisschen weiter in Richtung Weißenburg – und dass sich das Industriegebiet an der Heusteige nicht nur mit Altmühltaler weiter füllen werde.

In Sachen Gesundheitsstandort übersprang Baum sogar die geplante psychosomatische Bezirksklinik und zählte nur Dinge auf, die bereits abgeschlossen sind oder kurz davor stehen. Er nannte das Schädel-Hirn-Trauma-Zentrum von Regens Wagner sowie das Rotkreuz-Seniorenzentrum mit 60 Heim- und 30 Tagespflegeplätzen. Ende Januar sollen dort zudem die dann fertiggestellten 42 Seniorenwohnungen an die Eigentümer übergeben werden. Und auch ein neuer Pflegedienst sei durch die Ansiedlung entstanden, der derzeit rund 200 Menschen betreue.

Mit den Rummelsbergern ist sich die Stadt über den Verkauf eines Grundstücks Am Brühl einig. Dort soll ein Betreutes Wohnen entstehen, während die Lebenshilfe in der Elkan-Naumburg-Straße investiert, um psychisch kranken Menschen Arbeit zu bieten.

Die meisten Grundschüler im Landkreis

Beim Blick zurück stellte Baum fest, dass die Stadt in den vergangenen Jahren mehr als zehn Millionen Euro in ihre Schulhäuser investiert habe und mit über 430 Schülern inzwischen der größte Grundschulstandort im Landkreis sei – "noch vor der Großen Kreisstadt", wie der Bürgermeister zufrieden anmerkte.

In Sachen Feuerwehren entstehe in der Elkan-Naumburg-Straße ein modernes Stützpunkthaus, aber auch in den Ortsteilen habe die Stadt viel investiert. Beispielhaft nannte Baum Gundelsheim und Schambach. Auch bei den Dorfgemeinschaftshäuser sei schon viel passiert. Er bat um Verständnis, "dass wir das ein wenig strecken müssen". Aber der Wunsch, diese auf Vordermann zu bringen, könne nur der Reihe nach abgearbeitet werden. "Das können wir nicht überall gleichzeitig machen."

Prächtig entwickelt hat sich Treuchtlingen nach Ansicht des Rathauschefs auch als Hochschulstandort. Beim jüngsten Semesterstart hätten mehr als 100 Studierende an der Hochschule begonnen. Wichtig zu erwähnen war dem Bürgermeister auch das "Fest der Kulturen", das jährlich am 1. Mai rund 2000 Menschen nach Treuchtlingen locke. Das sei ein gutes Zeichen für ein "friedliches und freundschaftliches Leben".

Und auch das Kulturangebot der Stadt könne sich sehen lassen. Außerdem stehe er weiter in Kontakt zu Bayerischem Rundfunk und Antenne Bayern, sodass es durchaus denkbar sei, dass irgendwann wieder eine Radio-Großveranstaltung an die Altmühl kommt.

ROBERT MAURER E-Mail

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