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Grünes Licht für gemeinsame "KarlsgrabenWelt"

Treuchtlingen und Weißenburg wollen die Fossa Carolina zum "Heritage Interpretation Center" machen - 29.02.2020 14:18 Uhr

Ein wohl einmaliges Bodendenkmal: Das historische Bild aus der Würzburger Bistumschronik zeigt recht anschaulich die Arbeiten der Jahre 792 und 793 am Karlsgraben zwischen der in Rhein und Nordsee aufgehenden Schwäbischen Rezat und der über die Donau ins Schwarze Meer fließenden Altmühl.

© TK-Archiv


Begeh- und erlebbare Wege und Stationen sollen Bürgern und Besuchern künftig die Erkenntnisse des achtjährigen Forschungsprojekts "Fossa Carolina: Bindeglied der Hafennetzwerke an Rhein und Donau. Studien zur Überwindung der europäischen Hauptwasserscheide im Mittelalter" näherbringen. Dazu wollen die beiden Nachbarkommunen, die das Areal des Bodendenkmals vorvergangenes Jahr gemeinsam gekauft haben, eine interkommunale Arbeitsgruppe gründen und eine Machbarkeitsstudie auf den Weg bringen.

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Beidem stimmten sowohl der Treuchtlinger als auch der Weißenburger Stadtrat in den vergangenen Tagen einstimmig zu. Die rund 50.000 Euro kostende Studie soll ein unter Federführung des Landesamts für Denkmalpflege ausgewähltes Büro erstellen, bezahlt wird sie zur Hälfte von der Behörde und zu je einem Viertel von den zwei Städten. Ergebnisse sollen bis Ende Oktober vorliegen.

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In der "einfachen Arbeitsgemeinschaft" sollen neben den Kommunen auch die Landesstelle für nichtstaatliche Museum, der Landschaftspflegeverband und die Naturschutzbehörden vertreten sein. Denn die "KarlsgrabenWelt" soll interdisziplinär sowohl das archäologische Erbe, als auch die Natur des dortigen Biotopverbunds zwischen Altmühl und Schwäbischer Rezat in den Blick nehmen. Sie soll laut Treuchtlingens Bürgermeister Werner Baum "die Forschungsergebnisse präsentieren, naturschutzfachlich informieren und zugleich für die Einheimischen weiter wie bisher nutzbar bleiben".

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