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So viel verdient Bayern: Mittelfranken auf Platz zwei

Deutliche Unterschiede innerhalb der Regionen erkennbar - 28.11.2017 12:56 Uhr

Mit einem durchschnittlichen Jahreseinkommen pro Person von 23.005 Euro im Jahr 2015, liegt Mittelfranken direkt hinter der Spitzenreiterregion Oberbayern. © Jens Wolfgang/dpa


Demnach betrug das durchschnittlich verfügbare Jahreseinkommen (nach Abzug von Steuern und Sozialabgaben) pro Kopf im Jahr 2015 in Oberbayern 25.868 Euro, in der Oberpfalz hingegen nur 21.592 Euro.

Dazwischen rangierten Mittelfranken (23.005 Euro), Schwaben (22.932 Euro), Unterfranken (22.281 Euro), Oberfranken (22.248 Euro) und Niederbayern (21.830 Euro). Die Lebensverhältnisse differierten immer noch stark nach Wohnort, kommentierte die SPD-Abgeordnete die Zahlen. Das sei für die Entwicklung des Bundeslands negativ, weil es die Menschen in die Metropolregionen ziehe, wo sich die Probleme mit Infrastruktur und Wohnraum verstärkten. Gut bezahlte Jobs müssten vermehrt auch auf dem Land entstehen, unterstrich die Politikerin aus Landshut laut Mitteilung und forderte die Staatsregierung auf, dafür auch für flächendeckend schnelles Internet zu sorgen.

Nur geringe Steigerung in Mittelfranken

Ein Vergleich der Zahlen von 2012 bis 2015 zeigt allerdings auch, dass einige Regionen in diesen Jahren aufgeholt haben. So legte das verfügbare Einkommen pro Kopf in Niederbayern um 6,5 und in der Oberpfalz um 6,0 Prozent zu während es in Oberbayern nur um 3,8 Prozent stieg. Das Schlusslicht bildet Mittelfranken mit einem Zuwachs von nur 2,6 Prozent (Unterfranken plus 4,5 Prozent, Oberfranken plus 4,3 Prozent, Schwaben plus 3,7 Prozent).

Innerhalb der Regierungsbezirke ging die Einkommensentwicklung teilweise noch stärker auseinander. So legte das pro-Kopf-Einkommen am Audi-Standort Ingolstadt um 10,4 Prozent zu während es in Garmisch-Partenkirchen sogar um 2,3 Prozent zurück ging. In Niederbayern gingen die Einkommen im BMW-dominierten Landkreis Dingolfing-Landau um 9,2 Prozent nach oben während sie in Regensburg nur leicht um 1,2 Prozent zunahmen.

Ein Jahresvergleich der Einkommenswerte in Mittelfranken. © NZ-Grafik/ Bayerisches Landesamt für Statistik


In der Stadt Nürnberg sanken die Einkommen sogar

In Nürnberg bröckelten die Einkommen von 2012 bis 2015 um 0,3 Prozent während sie im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen um 7,6 Prozent stiegen. In Unterfranken wuchsen die Einkommen in Würzburg am wenigsten (plus 2,2 Prozent) während sie in Rhön-Grabfeld um 6,7 und im Landkreis Main-Spessart um 6,2 Prozent stiegen. Aufholeffekte sind auch in Schwaben zu beobachten. So legten die Einkommen in Memmingen um 8,9 Prozent zu während sie im Landkreis Günzburg um 1,4 Prozent sanken.

Die höchsten Durchschnittseinkommen wurden 2015 im Landkreis Starnberg mit 34.890 Euro ermittelt. Sie stagnierten allerdings seit 2012 auf diesem Niveau (minus 0,3 Prozent). Auch der Landkreis München ist mit 30.407 Euro gut dabei. Das geringste Durchschnittseinkommen wurde 2015 überraschend im Landkreis Augsburg mit 19.308 Euro festgestellt.

Die Mieten stiegen viel schneller als die Einkommen, warnte die SPD-Abgeordnete Müller. Gut bezahlte Jobs müssten jetzt vor allem auf dem Land entstehen. Dazu gehöre auch ein flächendeckend schnelles Internet. Dann würde der Druck auf die Städte nachlassen.

Ralf Müller

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