Dienstag, 12.11.2019

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Odyssee im Krankenwagen: Familie wollte Angehörigen nicht mehr

Die Irrfahrt dauerte rund viereinhalb Stunden - Polizei musste helfen - 20.10.2019 20:29 Uhr

Eine schier unglaubliche Geschichte mussten ein betagter Rentner, die Besatzung eines Krankenwagens und Polizeibeamte erleben. (Symbolbild) © dpa


Der Mann sollte zurück nach Hause, zu seinen Angehörigen, gebracht werden. Diese wurden durch das Krankenhaus davon in Kenntnis gesetzt, was sie anscheinend jedoch nicht dazu veranlasste, anwesend zu sein. Der 81-jährige, leicht demente ältere Herr hatte weder Geld noch Hausschlüssel, weshalb er zunächst zurück im Krankenwagen bleiben musste. Das Klinikum Schwabach wollte den Senior auch nicht wieder aufnehmen, da keinerlei medizinischer Handlungsbedarf bestand.

Somit fuhr der Krankenwagen erneut die Wohnadresse an, wieder wurde nicht geöffnet. Auch telefonisch war es nicht möglich, die Angehörigen zu erreichen. Schließlich wusste sich die Sanitäter nicht anders zu helfen, als bei der Polizei um Hilfe zu bitten. Auch für die Beamten stellte sich der Sachverhalt als schwierig dar, jedoch nahm man sich der Situation an. Nachbarn teilten mit, die Familie sei weggefahren.

Die Fahrt führte wieder zurück zur Polizeiinspektion Schwabach. In Zusammenarbeit mit dem Krankenhaus wurde nach einer Möglichkeit gesucht, den 81-Jährigen zumindest über Nacht irgendwo unterzubringen.

Nach vier Stunden Fahrt zwischen eigener Wohnung, Krankenhaus und Polizeiinspektion meldeten sich letztendlich die Angehörigen. Aus deren Angaben gegenüber Polizei und Krankenhaus war deutlich wahrnehmbar, dass sie den 81-Jährigen nicht wieder aufnehmen wollten. Nach langem Hin und Her sowie eindringlicher Belehrung wurde der Rentner im Beisein der Polizei doch noch von seinen Angehörigen aufgenommen.


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st

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