Freitag, 24.05.2019

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Feuerwehr Schwabach übt an Hochhaus den Ernstfall

Besonderes Objekt, große Herausforderung - Zwei Löschzüge mit acht Autos "im Einsatz" - 04.04.2019 14:53 Uhr

Nächtliche Übung in der Freiherr-vom-Stein-Straße. Die Freiwillige Feuerwehr fuhr die Drehleiter bis zum neunten Stock des Gebäude aus. © Foto: Feuerwehr


Die GeWoBau stellte für die Feuerwehr das Objekt zur Verfügung. Hochhäuser stellen für die Feuerwehr immer eine große Herausforderung dar, deshalb sind solche Übungen besonders wichtig für die Wehr.

Es ist ein besonderes Objekt, das sich Stefan Böhm, Löschzugführer aus Schwabach, für die Übung ausgesucht hat: ein Hochhaus mit zehn Stockwerken in der Freiherr-vom-Stein-Straße. Zwei Löschzüge der Stadtmitte mit acht Feuerwehrautos waren "im Einsatz". Entsprechend groß war das Interesse der Bewohner und Nachbarn des Gebäudes. Immerhin ging es in der angekündigten Übung darum, einen simulierten Brand im neunten Stock zu löschen und Menschen über die Drehleiter von ihren Balkonen zu retten.

Drehleitern in Stellung

So kamen die eingesetzten Führungskräfte zu Beginn der Übung ganz schön ins Schwitzen: Denn in den ersten Minuten ging es darum, die Lage einzuordnen sowie beide Drehleitern in die richtige Stellung zu bringen. Gleichzeitig wurden die rund 50 teilnehmenden Feuerwehrleute so eingeteilt, dass der simulierte Brand schnell gelöscht werden kann und die Wasserversorgung aufgebaut wird. Und das alles ohne sich gegenseitig zu behindern.

In einem Brandfall darf auch die Feuerwehr einen Aufzug nicht benutzen. Deshalb mussten die Atemschutzträger nach ihrem Einsatzbefehl über die Treppe zum simulierten Brand vordringen. Das heißt für sie: in dicker Einsatzkleidung mit Atemschutzmaske, Helm und rund 25 Kilogramm Zusatzausrüstung viele Treppen hochsteigen.

Bis zu 23 Meter

Oben angekommen, muss der Schlauch mit dem Strahlrohr an die Löschleitung des Gebäudes angeschlossen werden. Anschließend konnten sich die Feuerwehrleute dem "Brand" widmen. Gleichzeitig wurden über die beiden Drehleitern Menschen über die Balkone "gerettet". Bis zu einer Höhe von 23 Meter kann dabei der Korb einer Leiter nach oben gefahren werden. Dass die dafür eingesetzten Feuerwehrfrauen- und Männer schwindelfrei sein müssen, versteht sich von selbst.

Einsätze in Hochhäusern sind in der Regel sehr personal- und zeitintensiv, deshalb fordern sie ein hohes Maß an Organisation. Die Feuerwehr Schwabach ist sehr froh, dass ihr das Hochhaus von der GeWoBau zur Verfügung gestellt wurde. Solche Übungen haben zwei große Vorteile: Erstens wissen die Bewohner, was zu tun ist, wenn es in ihrem Haus brennt oder Rauch aus einer Wohnung dringt. Zweitens kennt sich nun die Feuerwehr im Gebäude und in dessen direkter Umgebung bestens aus, sodass im Ernstfall noch schneller Hilfe geleistet werden kann. 

st

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