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Ferienprogramm in Schwabach: Anmeldung bislang nur "analog" möglich

Eine Leserin hat unsere Redaktion auf diesen Umstand aufmerksam gemacht - 23.08.2019 12:46 Uhr

In einigen Kursen sind aktuell noch Plätze frei. Zumindest in diesem Jahr müssen Eltern für die Anmeldung aber noch selbst in den städtischen Büros vorbeischauen.


Die Sommerferien stehen vor der Tür, die Kleinen bleiben zuhause und wollen bespaßt werden. Gut, dass es dafür fast in jeder Stadt ein Ferienprogramm gibt, das für alle Altersstufen verschiedene Programmpunkte bietet. Über 60 Kurse, so heißt es auf der Internetseite, standen und stehen heuer noch zur Verfügung, von Tennis über einen Schnuppertauchkurs, bis hin zu Wanderungen mit der Familie.

Während in den meisten Städten das Angebot allerdings online abgerufen und bezahlt werden kann, geht es in Schwabach noch eher analog zu – ein Umstand, auf den uns eine Leserin aufmerksam gemacht hat.

Das "PICK"-Ferienprogramm, wie es in der Goldschlägerstadt heißt, wird meist Anfang Juli vom Team der kommunalen Jugendarbeit als Broschüre veröffentlicht und in verschiedenen Ämter, Schulen, bei Ärzten und öffentlichen Einrichtungen ausgelegt. Online ist lediglich ein PDF der Broschüre abrufbar.

Wer an einem der Angebote interessiert ist, der muss vor Ort im Büro der kommunalen Jugendarbeit erscheinen, einen Zettel ausfüllen, dessen Inhalt wiederum von Mitarbeitern in den Computer eingetippt wird, wie die Leserin weiter schreibt. Das Geld für die Kurse muss in bar mitgebracht werden.

"Wenig familienfreundlich"

Andere Städte sind da bereits wesentlich digitaler unterwegs: Nicht nur in Nürnberg, sondern auch im kleineren Rednitzhembach können die Angebote des jeweiligen Ferienprogramms nicht nur nach Zeiträumen geordnet eingesehen werden, auch eine Filterung der Angebote nach Alter des eigenen Kindes ist möglich. Findet ein Kurs dann doch nicht statt, gibt man dort auch seine Bankverbindung an, um das Geld schnellstmöglich zurückerstattet zu bekommen.

In Schwabach müssen die Eltern wieder das Büro der kommunalen Jugendarbeit zu deren Öffnungszeiten aufsuchen, um das Geld erstattet zu bekommen. Für berufstätige Eltern sei das aber schwierig und nehme viel Zeit in Anspruch, kritisiert die Mutter. Sie zieht deswegen ein klares Fazit: "Für mich zeigt Schwabach hier wenig Familienfreundlichkeit."


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Dass man hier etwas ändern muss, das hat die Stadt bereits selbst erkannt. Laut einer Sprecherin sei man dabei, ein passendes Programm zu suchen, um das Ferienprogramm künftig online zugänglich zu machen. Dafür würde man sich auch Programme von anderen Städten anschauen, die Funktionen, wie eine Onlinebuchung und -bezahlung, möglich machen.

Umsetzung kann dauern

Ab wann das Vorhaben umgesetzt werden kann und Eltern das Ferienprogramm online buchen können, sei derzeit aber noch nicht klar, so die Sprecherin gegenüber unserer Redaktion.

Für dieses Jahr müssen sich Interessierte auf jeden Fall noch mit der analogen Methode begnügen. In einigen Kursen des Ferienprogramms sind laut Internetseite übrigens noch Plätze frei. 

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