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Mittwoch, 26.06.2019

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Fasching: Die Junkies mögen es etwas härter

Andrea und Mario Sept haben den Verein "Karnemetal" gegründet - 03.01.2019 13:15 Uhr

Die Protagonisten des Vereins mit den Sponsoren Markus Friedrich (hinten, Zweiter von links) und Ingo Springer (hinten, rechts). © Foto: Robert Schmitt


"Karnemetal" will fränkische Karnevals-Tradition mit Rock-Musik verbinden. "Wir sind der erste Rock-Faschingsverein in Franken", weiß Mario Sept.

Nach der Aufbauphase der vergangenen zwei Jahre sucht der Verein nun neue Mitglieder. "Wir wollen klassischen Gardetanz mit Symphonic-Metal kombinieren", sagt Mario Sept. Nicht nur harte Gitarren-Riffs also, sondern auch weiche Streicher-Momente. Wie das gehen kann, zeigt das Tanzmariechen des Vereins. Die 19-jährige Vanessa alias "Black Betty" ist Teil des ersten eigenen Show-Programms von "Karnemetal". Erdacht und inszeniert haben es Mario Sept und Kevin Strauber gemeinsam.

Der 24-jährige Büchenbacher ist der Enkel von Peter Strauber, einem der bekanntesten Faschingsorganisatoren der Region und Vorsitzenden des VfG Georgensgmünd. Kevin Strauber ist bei "Karnemetal" außerdem verantwortlich für weite Teile der Hintergrundarbeit. Er betreut die Homepage und den Facebook-Auftritt, kümmert sich um das Design der Truppe und stellt die Organisation auf die Beine. Um Sponsoren hat man sich bei "Karnemetal" ebenfalls bereits bemüht. Die Schwanstettener Geschäftswelt hat gut reagiert. "Friedrich-Lederwaren, IMS-Clothing, Coiffeur Kampen und die Schreinerei Fischer unterstützen uns", zählt Mario Sept auf.

Show kommt gut an

"Unsere Show kommt gut an in der Szene", sagt Mario Sept. Sie besteht aus drei Teilen und verbindet so die künstlerischen Schwerpunkte des Vereins: Ein Majorette-Duo namens "Slapstix", das Rock-Mariechen und "Light my Feier", eine vierköpfige Leuchtstab- und Lichtshow-Truppe. "Unsere Auftritte haben das Publikum immer begeistert", zieht Mario Sept eine zufriedene Bilanz. Unterwegs waren sie dafür bereits in der gesamten Region.

Auch in der Nähe Würzburgs hatten sie ein Engagement. Die Darbietung beginnt stets mit dem Schlachtruf des Vereins, der statt "Aha" oder "Helau" ein Gitarrensolo beinhaltet. "Wo man uns schon kennt, spielen die Leute dazu Luftgitarre", schildert Sept, wie begeistert das Publikum von der neuen musikalischen Richtung ist. "Man kann uns auch für jede Art von Feier als Show-Act buchen", sagt Sept.

Kompetente Fachleute

Doch es ist nicht nur die Liebe zu Heavy-Metal, die den Takt bei "Karnemetal" bestimmt. Andrea und Mario Sept sind auch kompetente Fachleute auf ihrem Gebiet. Beide besitzen seit sechs Jahren die C-Trainer-Lizenz für karnevalistischen Tanz. Kinder und Jugendliche erhalten also bei "Karnemetal" eine fundierte Ausbildung. "Es soll Brauchtum bleiben, aber mit Rock-Musik", sagt Mario Sept.

Drei Mal pro Woche wird dafür fleißig geübt. Montag und Mittwoch in der Oberfichtenmühle. Freitags ist jeweils die Schwander Schulturnhalle das Trainingszentrum von "Karnemetal". 

ROBERT SCHMITT

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