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Der Kampf um die Rathäuser (3): Kammerstein

Serie zur Kommunalwahl 2020 in den Gemeinden des nördlichen Rother Landkreises - 01.07.2019 14:58 Uhr

Noch hat sich niemand gefunden, der Walter Schnell im Kammersteiner Rathaus beerben will © Günther Wilhelm


Der langjährige Rathauschef und Stellvertretende Landrat Walter Schnell (FW) kann aus Altersgründen nicht mehr antreten. Er ist im März 2020 älter als 65 Jahre. Anders als in Abenberg stehen in Kammerstein die möglichen Nachfolger aber nicht gerade Schlange, weshalb schon kolportiert wird, Schnell könnte als ehrenamtlicher Rathauschef, wie sein Vorgänger Egon Braun (SPD) bis 1996, weitermachen.

Schnell räumt ein, dass er in diese Richtung auch schon angesprochen worden ist. Er habe daran bislang aber keinen Gedanken verschwendet. "24 Jahre waren eine lange und gute Zeit, aber Demokratie lebt auch vom Wandel" sagt er. Der scheidende Bürgermeister baut nach wie vor darauf, dass sich fleißige, kreative und kommunikative Interessenten finden werden.

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Stärkste Fraktion im Gemeinderat sind Schnells Freie Wähler. "Wir möchten einen Kandidaten aufstellen, sind auch in Gesprächen, aber es ist noch zu früh, um Namen zu nennen", sagt Ortsvorsitzender Christian Böhm. Die Kandidatensuche sei nicht ganz einfach, "weil sich natürlich jeder drei Mal überlegt, was das auch beruflich für ihn bedeutet". Schließlich gebe man gute Jobs nicht so einfach auf, da eine politische Karriere auch mit Risiken behaftet sei.

CSU und SPD noch ohne Kandidaten

Auch wenn Böhm noch keinen Bewerber nennen kann, zwei Namen darf man ausschließen: Bernd Weiß, kürzlich erst zum Dritter Bürgermeister gewählt, erklärte auf Anfrage, er werde "definitiv nicht" antreten. Und auch Böhm winkt ab: "Klar, als Vorsitzender wird man danach gefragt. Aber ich sehe mich nicht als Bürgermeister." Es gehe auch nicht um persönliche Ambitionen, sondern "um eine gute Lösung für die Gemeinde".

Auch CSU und SPD haben noch keinen Kandidaten. "Wir sind im Findungsprozess" sagt CSU-Ortsvorsitzende Diana Peipp. Es gebe Gespräche mit möglichen Aspiranten, aber noch keine Zusage. Doch man wolle in jedem Fall einen Kandidaten stellen. Denn: "Nie waren die Chancen größer für uns."

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So viel verdienen Oberbürgermeister in der Region

Über das Gehalt wird nicht gerne gesprochen. Und auch Oberbürgermeister legen meist nicht offen, wie viel sie genau verdienen. Die Bezahlung hauptberuflicher Bürgermeister ist orientiert an der Beamtenbesoldung. Das Grundgehalt ist festgelegt, dazu kommt jedoch noch der Familienzuschlag und eine Aufwandsentschädigung.


Ähnlich sieht es Peipps Kollege Frank Bongartz, der Ortsvereinsvorsitzende der SPD. Man wolle deshalb auf jeden Fall einen Kandidaten stellen, aber für konkrete Namen sei es noch zu früh. "Das Verfahren hat gerade erst begonnen."

Die weiteren Teile der Serie finden Sie hier: Abenberg, Büchenbach, Rednitzhembach, Rohr, Schwanstetten, Wendelstein.

Alle Infos zur Kommunalwahl in Schwabach gibt es hier.

  

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