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Schneeglätte sorgt für zahlreiche Unfälle in Franken

Neuschnee am Wochenende sorgte vielerorts wieder für Verkehrsprobleme - 04.02.2019 17:13 Uhr

Die Oberpfalz hatte vergangenes Wochenende mit einigen Zentimetern Neuschnee zu kämpfen. © NEWS5 / Auer


Die Polizei verzeichnete in Niederbayern knapp 30 Unfälle in der Nacht zum Montag. "Es waren überwiegend Blechschäden", sagte ein Sprecher. Auch in der Oberpfalz gab es laut Polizei mehrere Unfälle mit teils hohen Sachschäden. Im Landkreis Cham kam am frühen Morgen ein Mann mit seinem Auto von der glatten Straße ab, es rutschte auf ein Bahngleis. Bei dem Unfall wurde der Fahrer in seinem Auto eingeklemmt. Ein Rettungshubschrauber brachte den Schwerverletzten nach der Bergung in ein Krankenhaus. In den Landkreisen Cham und Regensburg meldete die Polizei zahlreiche umgestürzte Bäume. Auch auf der Autobahn 95 musste die Feuerwehr am Morgen einen umgestürzten Baum beseitigen. In 14 bayerischen Landkreisen und Kreisstädten ist der Unterricht zum Teil oder ganz ausgefallen.

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Heftiger Schneefall in der Oberpfalz: Räumdienst im Dauereinsatz

Seit Sonntagmorgen schneit es in der Oberpfalz unablässig. Auf den Straßen liegt der Schnee zentimeterhoch. Der Räum- und Streudienst ist im Dauereinsatz. Einige Bäume sind bereits unter der Last der weißen Pracht umgeknickt.


Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) fielen in Regensburg knapp 30 Zentimeter Neuschnee, im Allgäu und im Voralpenraum fielen demnach bis zu 20 Zentimeter Schnee. Die kommenden Tage bleiben nach Angaben der Meteorologen überwiegend trocken. Bei Temperaturen zwischen minus- bis plus 3 Grad soll es in Schwaben sonnig werden, in Ostbayern grau und bewölkt.

Unfälle in der Region

Auch in Franken ereigneten sich aufgrund von Schnee und Glatteis einige Unfälle. Im Raum Treuchtlingen verloren Autofahrer in Kurven die Kontrolle über ihre Fahrzeuge oder kamen etwa beim Bremsen ins Schlingern.

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Schnee von gestern: Die härtesten Winter in Nürnberg

Kalt, kälter, 1963: Zahlreiche Winter trafen in den letzten Jahrzehnten Franken und Nürnberg. An ein paar Monate dürften sich viele Nürnberger sogar noch erinnern - und ein leichtes Frösteln fühlen. Ein Rückblick in Bildern auf die kältesten und härtesten Winter der letzten Jahrzehnte.


Ebenfalls im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen kam es zu einem Unfall mit hohem Sachschaden. Am Sonntag, kurz vor 17 Uhr fuhr eine 78-Jährige mit ihrem Wagen auf der B13 von Rothenstein in Richtung Laubenthal. Obwohl die Fahrbahn mit Schnee bedeckt war, passte die Frau ihre Geschwindigkeit nicht an, so die Polizei. Die Seniorin geriet mit ihrem Pkw ins Schleudern, rutschte in den Gegenverkehr und touchierte dabei das Fahrzeug eines 59-Jährigen. Das Auto rutschte daraufhin in den Graben. Insgesamt entstand ein Schaden von 20.000 Euro. Verletzt wurde niemand.

Im Landkreis Roth krachte es mehrfach

Im Hilpoltsteiner Ortsteil Kappel wurden Sonntagnachmittag zwei Autos stark beschädigt, meldet die Polizei. Auch hier entstand ein Gesamtschaden von 20.000 Euro. Ein 20-jähriger Nürnberger war auf der B2 von Gräfenberg nach Hiltpoltstein unterwegs, als er in einer engen Rechtskurve bei schneeglatter Fahrbahn die Kontrolle über seinen BMW verlor. Dabei geriet er auf die Gegenfahrbahn und kollidierte mit einem Pkw eines 52-jährigen Mannes. Laut Polizei gab es keine Verletzten.

Glück im Unglück hatte ein 55-jähriger Allersberger, der Sonntagabend auf der Staatsstraße 2225 Richtung Allersberg fuhr. Als er zu einem Überholmanöver auf schneeglatter Fahrbahn ansetzte, übersah er ein entgegenkommendes Fahrzeug. Der KIA-Fahrer scherte wieder ein. Dabei brach sein Pkw aus. Er kam rechts von der Fahrbahn ab und überschlug sich mehrmals. Verletzt wurde der 55-Jährige nicht. Der Schaden an seinem Fahrzeug wird auf 5000 Euro geschätzt.

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Schneeräumen: Diese acht Dinge sollten Sie beachten

Die weiße Pracht ist nicht nur schön, sie bedeutet für Hausbesitzer und Mieter vor allem auch: Schaufel schnappen und ran an den Schnee. Wer der gesetzlichen Pflicht nicht nachkommt, kann heftig zur Kasse gebeten werden. Acht Dinge, die Sie beim Schneeräumen beachten sollten.


Eine Autofahrerin ist Sonntagnachmittag am Behringersmühler Berg in Richtung Gößweinstein gescheitert. Ab der Mitte des Berges kam die Frau aufgrund der Schneeglätte nicht mehr weiter und blieb liegen. Ein hinter ihr fahrender Omnibusfahrer musste daraufhin stoppen, berichtet die Polizei. Wegen der glatten Straße rutschte er zurück und der Bus stellte sich quer über die komplette Fahrbahn. Von Gößweinstein kommend schlitterte dann auch noch ein Ford-Fahrer in den Linienbus. Er hatte zwar rechtzeitig gebremst, doch auch er hatte keine Chance gegen die Glätte. Die Feuerwehr Gößweinstein und die Polizei kamen zur Hilfe und lösten das Chaos auf. 

Straßenglätte und nicht angepasste Geschwindigkeit haben auch zu Unfällen in Heroldsberg und Kleingeschaidt geführt. Neben den zahlreichen Unfällen auf den Bundes- und Landstraßen, hatten die Fahrer auf den Autobahnen ebenfalls mit den Witterungen zu kämpfen.

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dpa/ikö

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