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Freitag, 23.08.2019

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Stettberg II steht in Startlöchern

Dorferneuerungsverfahren für vier Geslauer Ortsteile – Abwassersystem Stettberg vorneweg - 25.01.2019 14:47 Uhr

Freuen sich: von links Baudirektor Wolfgang Zilker und Bürgermeister Richard Strauß. © Weber


Er gehe davon aus, dass das im April oder Mai sein werde, betont Baudirektor Hubert Rebhan vom Amt für ländliche Entwicklung. So  viel steht  jetzt schon fest: Dem Gremium wird er als Vorsitzender vorstehen. Teilnehmergemeinschaften werden immer von einem Vertreter dieser Behörde angeführt.
Beim jetzt offiziell eingeleiteten Dorferneuerungsverfahren  Stettberg    erhält Stettberg als größter der beteiligten Geslauer Ortsteile drei Sitze im Vorstandsgremium. Je einen gibt es für Dornhausen, Hürbel und Kreuth.
Wahlberechtigt sind alle Eigentümer der in das Verfahren fallenden Flächen. Die Einleitung des Verfahrens wird noch durch offizielle Bekanntmachung der Gemeinde und durch Aushang vom 20. Februar bis zum 20. März verkündet.

ln Anwesenheit von Vertretern der Bü̈rgerarbeitskreise und des Gemeinderates haben Abteilungsleiter Wolfgang Zilker und Projektleiter Hubert Rebhan, beide vom Amt fü̈r Ländliche Entwicklung (ALE) Mittelfranken, wie berichtet, dem Bü̈rgermeister der Gemeinde Ges-lau, Richard Strauß die Urkunde zur erfolgten Einleitung der Dorferneuerung in Stettberg, Dornhausen, Hü̈rbel und Kreuth überreicht.
Zu Beginn der Vorbereitungsphase besuchten Bü̈rgerinnen und Bü̈rger aus den vier Ortschaften ein Seminar an der Schule für Dorf- und Flurentwicklung in Klosterlangheim (Stadt Lichtenfels). lm Anschluss daran wurden Arbeitskreise gegrü̈ndet. Zahlreiche Bü̈rgerinnen und Bü̈rger haben sich ehrenamtlich engagiert und sich knapp eineinhalb Jahre lang intensiv mit der zukü̈nftigen Entwicklung ihrer Dörfer beschäftigt. Baudirektor Zilker dankte den Arbeitskreisen fü̈r ihre umfangreiche Vorarbeit und wü̈rdigte deren Engagement als Ausdruck einer lebendigen Bü̈rger- und Sozialkultur.
Die Ergebnisse der Arbeitskreise sind wichtige Grundlagen fü̈r die Teilnehmergemeinschaft (TG) und ihrem demnächst in einer Teilneh-merversammlung zu wählenden Vorstand.

Freistaat und Bund gemeinsam

Als Schwerpunkte zeichnen sich in den Dörfern Maßnahmen zur lnnenentwicklung, Straßenraum- und Platzgestaltung sowie bedarfsgerechten Aus- und Umgestaltung von Gemeinschaftseinrichtungen ab. Beispiel: das in einem gemeinsamen Gebäude untergebrachte Feuerwehrhaus und Sängerheim in Stettberg.
Es wird insgesamt von einem lnvestitionsvolumen von gut 2,5 Millionen Euro im öffentlichen und gemeinschaftlichen Bereich ausgegangen.

Braucht eine Aufwertung: Gemeinschaftsgebäude von Feuerwehr und Sängern. © Weber


Hierzu stellt das Amt für Ländliche Entwicklung Mittelfranken Fördermittel des Freistaates Bayern und der Bundesrepublik Deutschland bereit.

ln der Dorferneuerung kann auch die Ausführung von privaten Maßnahmen an Haus und Hof gefördert werden. Ebenso ist unter bestimmten Voraussetzungen die Förderung von Kleinstunternehmen der Grundversorgung möglich. Hier wird mit einem lnvestitionsvolumen von rund   1 Million Euro gerechnet. Anträge können ab sofort beim Amt für Ländliche Entwicklung Mittelfranken schriftlich gestellt werden. lnformationsblätter zu den Förderkonditionen und dem Förderablauf liegen im Rathaus der Gemeinde Geslau aus.

Dort können auch der Flurbereinigungsbeschluss sowie die Karte mit der Abgrenzung des Verfahrensgebietes eingesehen werden.
Im Vorfeld des reinen Dorferneuerungsprojektes steht in Stettberg ein Projekt an, das nicht in die Förderung durch das Amt für ländliche Entwicklung fällt. Das örtliche Kanalsystem muss völlig erneuert werden. Dabei werden, wie heute üblich, Oberflächenwasser und Schmutzwasser in getrennten Röhren geführt.

Das Schmutzwasser gelangt über eine Pumpleitung, die erst noch gelegt werden muss, zur Reinigung in die zentrale Geslauer Kläranlage. Für das Klärsystem bedeutet das unter anderem auch, dass es mit einigem Kostenaufwand ertüchtigt werden muss.
Beim Abwasserprojekt insgesamt dürften die Kosten in den siebenstelligen Bereich gehen, schätzt Geslaus Bürgermeister Richard Strauß und drückt jetzt aufs Tempo, damit es vorangeht. Die Abwasserröhren in Stettberg müssen in den Untergrund, bevor die Dorferneue-rung beginnt. Sonst müsste wieder aufgegraben werden.        

ww

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