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Lohrer Schützen feierten ihren Fünfzigsten

Nachwuchsarbeit sehr erfolgreich - Wichtige Rolle im Gemeindeleben - 06.11.2012 15:20 Uhr

Die Schützenmeister Roland Seybold und Werner Schmidt organisierten zusammen mit ihren Schützinnen und Schützen die große Zusammenkunft von Gründungs- und Vereinsmitgliedern, Vertretern der Kommunalpolitik und des Schützengaus Ansbach sowie Abordnungen zahlreicher befreundeter Schützenvereine. Wie schon das 25. und 40. Gründungsjubiläum konnte Gründungsmitglied des Vereins Hans Nölscher mit Familie die Räumlichkeiten für die große Feier zur Verfügung stellen, zum ersten Mal war man jedoch im gläsernen Audi-Hangar.

Nach Sektempfang und gemeinsamen Abendessen läuteten die Böllerschützen aus Gebsattel die Feierlichkeiten ein. Zahlreiche Ehrengäste überbrachten neben Grußworten und Glückwünschen zahlreiche Geschenke. So übermittelte der Landkreis Ansbach durch den Schillingsfürster Bürgermeis­ter Friedrich Wieth seine Gratulation, welcher von Landrat Dr. Ludwig wegen anderweitiger terminlicher Verpflichtungen hierum gebeten wurde. Der erste Bürgermeister der Gemeinde Insingen Rudolf Ebert bekräftigte die Bedeutung des Vereins nicht nur auf sportlicher, sondern auch auf gesellschaftlicher Ebene und stellte die Besonderheit heraus, in einer Gemeinde zwei Schützenvereine zu haben. Der erste Gauschützenmeister Karl Maier betonte die Bedeutung des Lohrer Blattlschießens, das die Schützenvereine zahlreicher Gemeinden verbindet.

Etwa 260 Gäste fanden sich im Audi-Hangar des Autohauses Nölscher ein, um mit den Schützen aus Lohr das fünfzigjährige Jubiläum zu feiern. © Castelo


Der württembergische Nachbarverein SV Bölgental ist seit der Fahnenweihe 1983, zu der der stellvertretende bayerische Ministerpräsident Dr. Karl Hillermeier die Schirmherrschaft übernommen hatte, Patenverein der Lohrer Schützen. Mit dem SV Eitting, geografisch der von Lohr entfernteste Ort zwischen Erding und Freising, verbinden die Lohrer eine besonders enge Freundschaft, die seit man dort 1978 beim Gründungsfest zu Gast war gepflegt wird. Hier war neben dem Schützenmeister auch der Bürgermeister unter den Gratulanten.

Die Ehrenschützenmeister Walter und Heinz Ott blickten sodann auf die vergangenen Jahre, Siege, Errungenschaften, Ausflüge und Meilensteine zurück. Als sich am 26. März 1962 28 schießsportbegeisterte Männer zusammen taten, war der Gedanke eines Schützenvereins keine neue Idee. Seit 1926 hatte es in Lohr schon einmal einen solchen gegeben, der jedoch 1945 aufgelöst wurde. Die Gründungsversammlung am 5. April 1962 beschloss die Errichtung eines Schützenhauses beim Reinhardsberg, der Schießbetrieb konnte im September aufgenommen werden. Fertig gestellt wurde die fast ausschließlich von Mitgliedern selbst gebaute Schießanlage Anfang 1963.

Erfolgreiche Nachwuchsarbeit

1968 fand das erste Blattlschießen unter Teilnahme der Schützenvereine Schillingsfürst, Gailnau, Geslau, Gebsattel, Buch am Wald, Insingen, Weißenkirchberg, Steinbach a. d. H., Unterampfrach und Bölgental in Lohr statt. Beim Blattlschießen entscheiden nicht die geschossenen Ringe, sondern das beste Blattl einer Mannschaft. Seit 1988 haben die Schützenbrüder des Vereins Gesellschaft von Schützenschwestern, die auch einige Erfolge vorzuweisen haben. Auch die gute Nachwuchspflege ist Teil des Erfolgskurses des SSV. 1991 überschritt die Mitgliedszahl erstmals 100. Beim 29. Blattlschießen 1996 starteten mehr als 1000 Teilnehmer. Heute hat der Verein ca. 120 Mitglieder, was bei einer Einwohnerzahl des Örtchens Lohr von 230 beachtlich ist.

Anschließend wurden Ehrungen des Deutschen Schützenbundes, des Bayerischen Sportschützenbundes und des Mittelfränkischen Schützenbundes für 50, 40 und 25 Jahre verdiente Mitgliedschaft sowie Verdienst-, Gauehren- und Anerkennungsnadeln verliehen. Der erste Schützenmeister Roland Seybold erhielt die nur zweimal jährlich vergebene Peter-Lorenz-Nadel in Silber.

Bevor die Schützinnen und Schützen die Feier gemütlich bei Gesang und Tanz ausklingen ließen, wurden noch die Preise des vereinsinternen Jubiläumsschießen verteilt. Geprägt von Idealismus, Gemeinsinn und Engagement bringt der Schießsport jungen Menschen Tradition und Brauchtum näher. Zugleich verbindet er Generationen. Auf dass viele weitere erfolgreiche Jahre mit unfallfreiem Schießbetrieb folgen werden!

cas

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