Montag, 16.12.2019

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Lohr und Ohrenbach überzeugen mit Blumenpracht

Florale Juwele im Dorf - Siebenköpfige Jury kürte Lohr zum Gewinner - 12.08.2016 20:13 Uhr

Vorgarten in Linden: Ein Stückchen Haus lugt hinter den Blumen hervor. © Magiera


Dritter wurde Linden mit einem Abstand von nochmals 2,66 Punkten. Zu den insgesamt acht mit Gold bedachten Orten gehören außerdem Bettenfeld, Gailshofen, Schönbronn, Wildenholz und Oberscheckenbach. Die Schönheit der insgesamt 37 bewerteten Dörfer beeindruckte die Kommission, die mit einem von Wilfried Magiera gesteuerten Kleinbus der Firma Hütter die Dörfer von Großharbach bis Wildenholz, von Preuntsfelden bis Gailroth auf einer von Manfred Schinnerer nahezu minutiös geplanten Route bereiste.

"Wir hatten an beiden Tagen herrliches Wetter und somit überall gleiche, gerechte Bedingungen", erkärte Obst- und Gartenbauvereins-Kreisvorsitzende Hilde Magiera aus Windelsbach. Sie, Evi Klinger aus Lohr, Bärbel Heppel aus Neusitz, Horst Pflüger aus Tauberscheckenbach, Fritz Lippert aus Morlitzwinden, Hildegard Schmidt aus Gattenhofen und Manfred Schinnerer aus Ohrenbach bewerteten die Blumenpracht und grüne Gestaltung nach einem bewährten System: Insgesamt konnte jeder Juror 30 Punkte pro Ort vergeben. Jeweils maximal zehn davon für den Fensterschmuck, für Vorgärten und Höfe sowie für den Gesamteindruck der Dörfer. In ihrer eigenen Gemeinde durften die Kommissionsmitglieder keine Zähler vergeben.

Üppiger Blumenschmuck

Über Silber für ihren Blumenschmuck dürfen sich Lauterbach, Gailroth, Windelsbach, Herrnwinden, Buch am Wald, Großharbach, Reichelshofen, Hornau, Urphershofen, Preuntsfelden, Nordenberg, Tauberscheckenbach, Bettwar, Steinseld, Leitsweiler, Endsee, Oestheim, Ellwingshofen, Leuzenbronn, Neustett, Bellershausen, Traisdorf, Seldeneck, Hartershofen, Brundorf, Steinbach und Theuerbronn freuen. Den Bronzerang erreichten die Orte Berbersbach und Gipshütte.

Lohr und Ohrenbach seien herausragend wegen ihrer Pflanzen an den Häusern und lägen in dieser Kategorie uneinholbar vorne. "Der Blumenschmuck ist so üppig wie vor 30 Jahren", erklärte Hilde Magiera. Zahlreiche Besitzer hätten vom Keller bis zur Dachspitze blühende Kästen an den Fenstern und hielten damit die alte fränkische Tradition aufrecht. "In anderen Orten gibt es vielleicht noch ein oder zwei solche Häuser, wenn überhaupt", ergänzt Manfred Schinnerer. Dies mache zwar viel Arbeit, doch trage es maßgeblich zu Attraktivität der Dörfer bei.

Viel Liebe zum Detail

In Vorgärten und Höfen staunten die Kommissionsmitglieder über die Kreativität. "Mit viel Liebe zum Detail wurden diese gestaltet, die Menschen zeigen einen großen Ideenreichtum", sagt Hilde Magiera. Pflanzen in Schuhen oder alten Milchkannen seien unter vielem anderen ein Blickfang. Zum Gesamteindruck zählt aber auch der öffentliche Raum. So begeisterte die Jury etwa in Bettenfeld eine mit zahlreichen Blumenkübeln geschmückte Brücke. Andernorts zieren Geranien das Geländer eines Strom­häus­chens.

"Lohr und Ohrenbach überzeugten in allen drei Kate­gorien auf ganzer Linie", resümierte Magiera. "Beide Ortschaften sind für Blumenfreunde definitiv einen Ausflug wert", sagt sie. Ihre sechs Kommissionskollegen nicken bestätigend.

sin

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