Sonntag, 08.12.2019

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Keine Englein mehr in Lohr: Tradition geht zu Ende

Örtliche Verschönerungsaktivisten verabschieden sich in den Ruhestand - 03.01.2018 15:21 Uhr

An der Ortsdurchfahrt von Lohr: Petrus wartet mit Schlüssel und Englein an der Himmelspforte © Weber


Zehn Jahre lang haben sie jeweils zu Ostern mit hasigen Ideen, im Herbst mit Kürbis-Installationen und um Weihnachten mit variantenreichen Schöpfungen um Krippe und Jesuskind ein Ausrufezeichen gesetzt an der Lohrer Ortsdurchfahrt der Staatsstraße 2419 (frühere B 25).

Jetzt sind die drei Ehepaare Anni und Gustav Heger, Fred und Lore Strasser, Richard und Gertraud Hörber sowie Gisela Doß und Lotte Nölscher in ein Alter gekommen, in dem es ihnen schwer fällt, die mit viel Aufwand, Einsatz und Anstrengung verbundene Dekorationsarbeit fortzusetzen. Die Entscheidung, jetzt aufzuhören, fällt ihnen zwar nicht leicht. Aber es bleibt ihnen nichts anderes übrig.

Ihr Beitrag und ihr Engagement war ihnen wichtig. Nicht nur im Hinblick auf die überraschenden Einfälle, die sie zu immer neuem Ehrgeiz bei der Umsetzung trieben. Nein. Vielmehr war es ihnen ein besonderes Anliegen, mit der Dekoration nicht zuletzt etwas für die Lohrer Dorfgemeinschaft und für das Zusammengehörigkeitsgefühl vor Ort getan zu haben.

Immer am ersten Adventssonntag, das wurde schnell zur gern gepflegten Tradition, kommt an der Weihnachtskrippe in der Dorfmitte Jung und Alt zusammen und feiert bei Glühwein und Co.

Fortsetzung gewünscht

"Wir würden uns freuen, wenn sich das in irgendeiner Form fortsetzen ließe", sagt Gisela Doß. Bei der aktuellen Weihnachtsdekoration waren sie und die an ihrer Seite nicht nur bei der Produktion gefordert. Vorbeifahrende Autos verspritzten die weißen Engelskleider. Die Figuren der Himmelsboten mussten wieder ausgezogen und ihre Gewänder gewaschen werden. Ein nachträglich angebrachter Spritzschutz sorgt jetzt dafür, dass die Englein (samt Gewändern) sauber bleiben.

Werner Weber

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