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Erfreuliche Zahlen: Rothenburg lockt viele Besuchende an

Stadt verzeichnet Zuwachs bei Ankünften und Übernachtungen - 03.04.2019 11:38 Uhr

Start in die Saison: Mit Beginn des Frühlings zieht es immer mehr Touristen- und Schülergruppen in die Tauberstadt. © Scheuenstuhl


Insgesamt konnte RTS-Mitarbeiterin Claudia Weisbrod ein Plus von 10,5 Prozent bei den Übernachtungen (auf 56.4146) und ein Plus von 12,4 Prozent bei den Ankünften (auf 38.2571) vermelden. Bei den Gästen aus Deutschland konnte man bei den Übernachtungen ein Plus von 9,1 Prozent (283.274) und bei den Ankünften ein Plus von 10,2 Prozent (170.687) verzeichnen. Auch bei den ausländischen Gäste gehen die Zahlen nach oben: plus 11,9 Prozent bei den Übernachtungen (280.872) und plus 14,3 Prozent (211.884) bei den Ankünften.

Die größte Steigerung legte der japanische Markt hin. Nach einem kleinen Einbruch von 1,8 Prozent im Jahr 2017, erreichte man bei den Übernachtungen 2018 wieder ein Plus von 39,5 Prozent. In Japan habe sich der Markt von Gruppen- zu Individualreisen hin verändert, erklärte Claudia Weisbrod den zeitweisen Rückgang der japanischen Gästezahlen. Doch man sei, so ergänzt Tourismusdirektor Dr. Jörg Christöphler, diesem Markt dennoch treu geblieben, was sich nun auszahle.

Den Rückgang von 11,8 Prozent bei den Übernachtungen brasilianischer Gäste (auf 8840) könne man mit dem politisch schwierigen Jahr für das Land erklären. Das Plus von 28,8 Prozent bei den Übernachtungen von Gästen aus Großbritannien ist zwar erfreulich. Doch wie sich dies nach dem Brexit entwickeln wird, könne man noch gar nicht abschätzen, so Claudia Weisbrod. Da ist es gut, dass man sich zumindest über die ersten Zahlen des laufenden Jahres freuen kann. Denn im eigentlich tourismusschwachen Januar erreichte man heuer bei den Gesamtübernachtungszahlen ein Plus von 18,7 Prozent.

Erneut Gastgeber?

Aber auch der Februar konnte dank der Winterrallye AvD Histo Monte die Stadt kurzzeitig aus dem Dornrös-chenschlaf locken. Etwa 300 Übernachtungen brachte die Veranstaltung der örtlichen Hotellerie ein. Hinzu kommt noch eine große mediale Reichweite, die über Fachpublikationen ein besonderes Klientel anspricht. Die Stadt habe sehr gute Chancen, erklärt Oliver Raapke vom RTS, 2021 erneut Gastgeber für die Rallye sein zu dürfen.

Die Neuerungen bei der Romantischen Straße kennt viele Verlierer und einen Gewinner – nämlich Rothenburg, so Oliver Raapke. Zwecks Kosteneinsparungen werden weniger Fahrten angeboten. Anstatt täglich sind die Busse jetzt nur noch mittwochs, samstags und sonntags unterwegs. Dadurch wird das Angebot von Tagesausflügen verstärkt. In Rothenburg besteht dann die Möglichkeit eines Aufenthalts von etwa drei Stunden, bevor man mit dem Bus zurück oder weiter die Romantische Straße entlang fahren kann.

Bei vielen Reisegruppen ist der Empfang durch den Kellermeister sehr beliebt. Allerdings schrecken besonders asiatische Gäste davor zurück, aus ein und demselben Krug wie ihre Mitreisenden trinken zu müssen. Es ist deshalb geplant 2020 Miniaturkrüge für die Gäste anfertigen zu lassen. Eine weitere Neuerung: Ab Mai werden nun auch Führungen (mittwochs und samstags um 14 Uhr) auf Spanisch angeboten. Dies ist auch dem positiven Trend von Plus 18 Prozent bei Übernachtungen aus Spanien geschuldet.

Für Einheimische und Touristen

Das größte Pfund mit dem Rothenburg wuchern kann ist der Reiterlesmarkt. Oliver Raapke und Friedrich Fetzer vom Amt für Messen und Märkte informierten jüngst im Rahmen einer Messe über Trends bei Weihnachtsmärkten. Die hiesige Budenstadt muss so gestaltet sein, dass sie sowohl für Einheimische als auch für Touristen interessant ist. Regionalität – etwa durch den Verkauf entsprechender Produkte, Speisen und Getränke – sei wichtig zur Abgrenzung und Profilschärfung.

Zudem solle ein Weihnachtsmarkt auch eine "Geschichte erzählen“. Mit dem namensgebenden Reiterle ist dies in Rothenburg bereits erfüllt. Wichtig sei auch, so Oliver Raapke, dass der Markt Fotomotive biete, gerade auch im Hinblick auf die Weiterverbreitung in den sozialen Medien. Auch eine Verknüpfung mit dem Märchenzauber sei angedacht. Dafür sei zu überlegen, so Tourismusdirektor Dr. Jörg Christöphler, die Themenwoche terminlich noch weiter an den Reiterlesmarkt heranzurücken.

Programm steht bereits

Der vergangene Märchenzauber sei der bislang erfolgreichste gewesen. In diesem Jahr werden sich die Veranstaltungen vom 2. bis 10. November um die Märchenwelt von Hans Christian Andersen drehen. Auch die Vorträge im Rahmen der Rothenburger Diskurse wurden in dieser Saison mit 20 bis 80 Besuchern pro Veranstaltung durchschnittlich recht gut angenommen. Und das Programm für Herbst 2019/Frühjahr 2020 steht bereits. Es wird dabei ein Bogen von jüdischer Geschichte über Wirtschaftsthemen bis hin zu Gartenkünsten gespannt.

Ab April brechen für das RothenburgMuseum neue Zeiten an. Das Schild mit dem neuen Namen prangt bereits über dem Eingangsportal. Zudem ist der modernisierte Internetauftritt unter www.rothenburgmuseum.de ebenfalls schon abrufbar. Bis Ende des Jahres soll dann auch der Kreuzgang für den 30-minütigen Gang durch die Stadtgeschichte umgestaltet sein. Ab Sonntag, 14. April, ist im RothenburgMuseum die große Sonderausstellung "Martin Monniekendam“ zu sehen.

 

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