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Montag, 24.06.2019

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Wahl-O-Mat startet mit Hilfe aus Röttenbach

Simone Grill hat bei der Auswahl der 38 Thesen zur Landtagswahl mitgearbeitet - 20.09.2018 13:59 Uhr

Simone Grill ist Landesvorsitzende der Katholischen Landjugendbewegung (KLJB) und hat beim Ausarbeiten der Thesen für den Wahl-O-Mat mitgemacht. © privat, KLJB


Hallo Simone, du warst heuer dabei, als die Thesen für den Wahl-O-Mat zur Landtagswahl 2018 ausgewählt wurden. Wie bist du überhaupt dazu gekommen?

Simone Grill: Im Frühjahr habe ich auf Facebook gelesen, dass das Redaktionstreffen für die Landtagswahl in Pappenheim stattfindet. Da musste ich mich bewerben, da mir das Onlinetool schon bei vielen Wahlen eine Hilfe war.
 

Wie hat dir die Arbeit an den Thesen gefallen?

Grill: Das Wochenende war für mich eine große Bereicherung. Ich war sehr positiv überrascht, mit welcher Professionalität gearbeitet wurde. Das tolle Team der Jugendlichen aus ganz Bayern wurde durch Politikfachleute ideal ergänzt. Die Stimmung war trotz des intensiven Arbeitens stets motiviert. Auf diese Art macht politische Bildung wirklich Spaß!
 

Wie genau lief denn der Prozess, welche Thesen ausgewählt werden?

Grill: In Kleingruppen wurden verschiedene politische Themenfelder bearbeitet, und wir haben versucht, kontroverse Fragen zu formulieren. Durch Anregungen des Plenums und anhand der Parteiprogramme wurden die Thesen überarbeitet, neu formuliert, vielleicht auch wieder verworfen und schließlich die 80 besten Thesen aus allen Bereichen miteinander ausgewählt. Nach der Stellungnahme aller Parteien gab es einen weiteren Workshop, bei dem dann 38 Thesen für den Wahl-O-Mat ausgewählt wurden. Am Donnerstag, 20. September, startet der Wahl-O-Mat offiziell mit einer Pressekonferenz in München. Hier wird das Redaktionsteam auch anwesend sein.
 

Wo liegt denn der Unterschied zum Landomat der KLJB, an dem du auch beteiligt warst?

Grill: Beim Landomat der KLJB wollten wir nicht alle Themen unterbringen, sondern gezielt die Themen, zu denen es in den letzten Jahren Beschlüsse der KLJB Bayern gab und die uns im Landesvorstand sehr wichtig sind. Es geht mehr darum, als Verband so etwas wie "Wahlprüfsteine" bei den Parteien abzufragen und sie mit unseren Themen und Positionen anzuregen. Für die Zielgruppe des Landomat haben wir das Ziel, sich mehr mit Politik zu befassen und unsere Positionen der Landjugend mit den Parteien und der eigenen Meinung abgleichen zu können. Für die Wahlentscheidung kann das eine echte Hilfestellung sein, zumal große Bereiche wie die Sozialpolitik im Landomat fehlen.
 

Mit der direkten Erfahrung – würdest du Landomat und Wahl-O-Mat auch in der Jugendarbeit für politische Bildung einsetzen?

Grill: Auf jeden Fall! Wie schon erwähnt, darf man seine eigene Wahlentscheidung nicht ausschließlich an den Ergebnissen dieser beiden Tools festmachen. Sie können jedoch dabei helfen, einen guten Überblick über die Parteienlandschaft zu bekommen. Ich denke, dieses Format ist für viele Wählerinnen und Wähler ansprechender, als sich durch die Parteiprogramme zu wälzen.
 

Was erwartest du dir eigentlich von der Landtagswahl in Bayern?

Grill: Ich würde mich sehr über eine hohe Wahlbeteiligung freuen. Mitbestimmung ist wichtig! Jeder kann etwas bewirken! Gerade wir als junge Leute müssen ein starkes Zeichen für die Demokratie und gegen Rechtsextremismus setzen. Uns als KLJB ist Jugendbeteiligung besonders wichtig. Unser Leitspruch "Auf Dich kommt es an!" motiviert mich dabei.
 

www.landomat.bayern und www.wahl-o-mat.de 

Interview: HEIKO TAMMENA E-Mail

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