Freitag, 24.05.2019

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Röttenbacher tagen auf der Bierbank

Jungfern-Sitzung im künftigen Rathaussaal - 14.12.2018 06:00 Uhr

Ungewöhnlicher Ort für eine Sitzung: Die Röttenbacher Gemeinderäte durften schon mal im neuen Rathaussaal probesitzen. © Johann von Schrenk


Architektin Helene Wenzel vom Rother Büro Wenzel führte die Gemeinderäte durch die Baustelle und erklärte deren Fortschritt. Strittig war, ob die Büroräume im Obergeschoss klimatisiert werden sollten, was bislang nicht vorgesehen war. Ludwig Seibold von den Freien Wählern beharrte darauf, dass dies erforderlich sei, zumal es im Arbeitskreis "Rathauserweiterung" so besprochen worden sei.

Karl-Erwin Freudenberger (Freie Wähler) würde sich damit zufrieden geben, wenn die technischen Voraussetzungen für eine Belüftung bereits vorinstalliert werden würden. Möglichkeiten dazu bestünden jederzeit, so Bürgermeister Thomas Schneider dazu. Die Ausstattungen der Büros und des Sitzungssaals, so Schneider weiter, sollten im Arbeitskreis vordiskutiert werden. Darüber hinaus empfahl er Besichtigungen von Rathauseinrichtungen in der Region, wo man sich vor Ort über die Lösung technischer Detailfragen informieren könne.

Beschlossen wurde, dass die 14 Gemeinderäte für die Sitzungen von der Gemeinde mit Tablets ausgestattet werden, auf denen alle für die Diskussion von Sachfragen erforderlichen Details abgespeichert seien. Zudem seien die Rechner mit dem im großen Sitzungssaal installierten Beamer verlinkt, so dass die Diskussionen im Gemeinderat interaktiv unter Beteiligung aller Gemeinderäte geführt werden könnten. Zusammen mit der entsprechenden Software käme hier auf die Gemeinde ein Haushaltsposten im Höhe von knapp 15.000 Euro zu. Es werde eine gesonderte Einarbeitung durch einen EDV-Spezialisten geben, versprach Bürgermeister Thomas Schneider.

In der letzten öffentlichen Sitzung des Gemeinderats im Jahr 2018 erläuterte Kämmerer Peter Straß den aktuellen Finanzstatus der Gemeinde. Als erfreulich schätzte er vor allem die Entwicklung der gestiegenen Gewerbesteuereinnahmen ein. Auch Bürgermeister Thomas Schneider projizierte eine positive Prognose für die weitere Arbeit der Gemeinde in den kommenden zwei, drei Jahren. Er bedankte sich bei Straß.

Weichen gestellt

Auch wenn es Probleme beim Rückbau der Weißenburger und Rother Straße gegeben habe, so der 2. Bürgermeister Anton Schmidpeter (CSU), sei dieses Jahr doch positiv verlaufen. Mit den Großprojekten seien Weichen für die Verbesserung der Lebens- und Wohnqualität für die Röttenbacher Bürger gestellt worden. Seinen besonderen Respekt zollte er Bürgermeister Schneider für das erfolgreiche Meistern seiner Doppelbelastung als Bürgermeister und Kandidat für die Landtagswahlen.

Er dankte im Namen der CSU-Fraktion für den unermüdlichen Einsatz des Bürgermeisters und der Verwaltung im abgelaufenen Jahr und wünschte sich auch für die Zukunft eine gute Zusammenarbeit. Eher zurückhaltend ging Thomas Schneider auf die angesprochenen Probleme beim Straßenausbau ein: "Harren wir der Dinge, die da kommen", verkündete er.

In der "Bürgerviertelstunde" erkundigte sich ein junger Familienvater nach den Aussichten für schnelles Internet im neuen Wohngebiet "Am Obstgarten". Bürgermeister Schneider gab ihm zu verstehen, dass man dort kurzfristig mit einer Übertragungsgeschwindigkeit von 50 bis 70 Mbit/s rechnen könne. Die bislang bestehenden Schwierigkeiten mit der Telekom konnten behoben werden.

Die Breitbanderweiterung im Rahmen der Gigabit-Offensive für die Kernbereiche im Ort sei für 2019 geplant. Auch für den Obstgarten werde ein neuer Förderantrag gestellt, wo man dann ab etwa 2020/2021 mit einem wirklich schnellen Internet rechnen könne. 

Johann von Schrenk E-Mail

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