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Sonntag, 21.07.2019

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Rotherin liegt vorne: Taktieren bei Bodenwellen

Die Führung im Kunstrad-Weltcup bleibt fest in der Hand von Milena Slupina. - 28.05.2019 15:55 Uhr

Siegessicher auf den letzten Metern. Mit einem gelösten Lächeln brachte Milena Slupina ihr Programm in Merelbeke zu Ende. © Foto: Hermann Marquardt


Die Führung im Kunstrad-Weltcup 2019 bleibt fest in der Hand der Rotherin Milena Slupina. Beim zweiten Weltcup-Termin in Merelbeke/Belgien holte sich die Vizeweltmeisterin vom TSV Bernlohe den zweiten Sieg nach dem Auftakt in Prag und wird weiterhin das Trikot der Weltcup-Führenden tragen.

Auch beim zweiten Lauf des Weltcups dominierten die Deutschen, die in allen fünf Disziplinen siegten. Im 1er Kunstradfahren der Frauen war das ganze Treppchen mit deutschen Frauen besetzt.

189,18 Punkte standen nach Milena Slupinas Kür auf der Anzeigentafel. "Ein richtiges Top-Ergebnis, das an diesem Tag hart erarbeitet war", berichtet die Vizeweltmeisterin. Die Bodenbedingungen in der Halle waren schwierig. Das hatte sich schon beim ersten Einfahren am Freitag gezeigt. Zahlreiche Unebenheiten verlangten bei jeder Übung höchste Aufmerksamkeit und Körperspannung. Nicht alles klappte auf Anhieb wie gewohnt.

Für besonders heikle Übungen musste mehr Zeit eingeplant werden. Um Zeit zu sparen und Sicherheit zu gewinnen, entschloss sich Slupina, die Ausgangspunktzahl ihres Programms leicht zu reduzieren. Das sollte sich als kluge Entscheidung herausstellen. Fast alle Sportler hatten Probleme, ihre Höchstschwierigkeiten auf die wellige Fläche zu bringen. Die Rotherin hatte zwar bei der ersten Übung, dem in der Acht gefahrenen Lenkerhandstand, auch zu kämpfen, konnte diesen aber ebenso komplett fahren wie die nachfolgende bodensensible Rückwärtsserie und den erst zum zweiten Mal im Wettkampf gezeigten Schweizer Sattellenkerhandstand, der mit komplett gestreckten Beinen nach oben gedrückt werden muss.

Die erwarteten Zeitprobleme wurden durch die vor dem Start getroffenen taktischen Maßnahmen kompensiert, sodass Slupina auch den letzten Teil des Programms mit wenigen Abzügen bis zum Ende zeigen konnte. Mit einem hochzufriedenen Lächeln vollendete sie ihr Programm mit deutlichem Vorsprung vor der zweitplatzierten Maren Haase vom RV Blitz Hoffnungsthal (172,39) und der amtierenden Weltmeisterin Iris Schwarzhaupt von SK Stuttgart (170,12). Der dritte und vorletzte Weltcup-Wettbewerb findet am Samstag, 10. August, in Bokod/ Ungarn statt.

Am Samstag gibt es eine der seltenen Gelegenheiten, die Ausnahmeathletin des TSV Bernlohe in der Region zu sehen: Beim Doppel-Wettkampf in der Schwabacher Hans-Hocheder-Sporthalle, bei dem sowohl die Bezirksmeisterschaft Elite, als auch die Bezirksrunde des Bayerncups ausgefahren werden, wird die Vizeweltmeisterin zwischen 10.30 und 14 Uhr zweimal ihr Programm zeigen. 

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