Mittwoch, 20.11.2019

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Premiere für Dialog übers Älterwerden

Zum ersten Mal richtete Allersberg einen Senioreninformationstag im Gilardi-Haus aus. Hervorragende Resonanz bestätigt Konzept. - 20.10.2019 16:22 Uhr

Umfangreiche Informationen, ob in Broschürenform oder im persönlichen Gespräch mit kompetenten Ansprechpartnern, bot der erste Senioreninformationstag in Allersberg. © Foto: Robert Unterburger


Initiiert hat diese Veranstaltung der Marktgemeinde Allersberg der Senioren- und Behindertenbeauftragte Eugen Czegley. Er freute sich riesig über den Zuspruch, den die Veranstaltung erhielt.

Er und Bürgermeister Daniel Horndasch eröffneten gemeinsam die Veranstaltung, bei der die Besucher bei freiem Eintritt die Möglichkeit hatten, interessante Vorträge zu hören und sich an Info-Ständen aus erster Hand zu informieren.

Bürgermeister Daniel Horndasch betonte, die Gemeinde wolle dazu beitragen, dass Senioren hier im Alter eine hohe Lebensqualität genießen könnten. Jedoch könne "eine Veranstaltung wie dieser Senioreninformationstag natürlich nicht das ganze Themenfeld abdecken", schränkte Daniel Horndasch ein. Und: "Es wird nicht der letzte Senioreninformationstag in Allersberg gewesen sein."

In verschiedenen Vorträgen wandten sich Fachleuten im Lauf des Tages ganz unterschiedlichen Themen zu.

Übler Enkeltrick

So sprachen als erstes der Präventionsbeauftragte der Polizei, Hauptkommissar Stefan Michalek und Peter Herbst zu den Themen "Schutz und Sicherheit im Alter"; sie gingen dabei unter anderem auf den berühmt-berüchtigten Enkeltrick ein, mit dem schon viele gutgläubige ältere Menschen auf infame Art und Weise um ihr Geld und ihre Ersparnisse betrogen worden sind.

Norbert Hahn vom Bezirk Mittelfranken hielt einen Vortrag zum Thema "Wer kommt für die Heimkosten auf?" Gerhard Kunz vom Pflegestützpunkt Roth sprach anschließend zum Thema "Kleine Alltags-Helfer für Menschen mit Einschränkungen".

Schließlich hielten Bettina Honeiser und Mario Zuin von der Alzheimer-Gesellschaft, Landesverband Bayern, einen Vortrag über "Alzheimer". Palliativ-Schwester Petra Dorr von der Kreisklinik Roth stellte schließlich die stationäre Palliativ-Pflege vor.

An zahlreichen Informations-Ständen lagen Broschüren aus und im persönlichen Gespräch gab es die Möglichkeit, Informationen aus erster Hand und aus berufenem Munde zu bekommen.

Mit dabei waren: Polizei, der Pflegestützpunkt des Landkreises, Alzheimer-Gesellschaft, Kreisklinik Roth, SAPV (Ambulante palliative Versorgung), das Inklusionsnetzwerk RHINK, VdK Allersberg, Hirsch-Apotheke Allersberg, Evangelischer Seniorenkreis Allersberg, Betreutes Wohnen Allersberg, Wolfsteiner Altenheim-Stiftung und AWO Roth.

So entwickelte sich ein lebhafter Gedankenaustausch der Besucherinnen und Besucher mit den Vertretern der ausstellenden Einrichtungen und Institutionen.

Einhellige Zustimmung

"Dieser Senioreninformationstag sollte eine regelmäßig stattfindende Einrichtung werden", war der einhellige Tenor vieler Gäste. Damit erhalte die ältere Generation ein Forum, auf dem man sich über Probleme des Älterwerdens, über Betreuung und Pflege in ungezwungener Atmosphäre austauschen und sich informieren könne. Die seniorenpolitische Sprecherin der CSU-Landtagsfraktion, MdL Barbara Regitz, die aus terminlichen Gründen nicht selbst bei der Veranstaltung dabei sein konnte, gratulierte mit einem schriftlichen Grußwort den Initiatoren des ersten Senioreninformationstages in Allersberg.

"Für einen mittelgroßen Markt wie Allersberg mit rund 8 500 Einwohnern ist es eine wichtige und richtige Bereicherung, einen solchen `Messetag´ für die Seniorinnen und Senioren auf die Beine zu stellen", erklärte sie. Und führt weiter aus: "Die Themen, die dort aufgegriffen werden, sind längst in der Mitte unserer Gesellschaft angekommen und gehen nicht nur die angesprochene Zielgruppe an, sondern ebenso junge Menschen und Familien."

ROBERT UNTERBURGER

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