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Podest-Abo in Willingen

Simon Maurer ist ein echter Paukenschlag gelungen - 21.05.2019 19:00 Uhr

Die ehemalige Weltcup-Strecke in Willingen ist so etwas wie das Wohnzimmer von Thomas Maurer. Als letzter Starter rollte er auch in seinem ersten Jahr im Elite-Bereich das Feld von hinten auf.


Simon Maurer ist ein echter Paukenschlag gelungen: Gerade einmal vier Rennen hat es gedauert, bis der 19-jährige Mountainbiker aus der Hopfenstadt seinen ersten Sieg im Elite-Bereich feiern konnte. Willingen erwies sich dabei wieder einmal als gutes Pflaster.

Seit Maurer, der in diesem Jahr für das Carbocage Factory Racing Teams antritt, vor mittlerweile drei Jahren ernsthaft mit dem Downhill-Rennsport angefangen hat, schaffte er in Willingen bislang stets den Sprung aufs Podium. Vor ziemlich genau einem Jahr feierte er hier zudem seinen ersten Sieg überhaupt. Während er 2018 allerdings noch in der U19-Klasse fuhr, ging er heuer in der Königsklasse, bei den Elite-Herren, an den Start.

Im Sauerland wurde das zweite Rennen des IXS Downhill Cups ausgetragen. Die ehemalige WeltcupStrecke ist laut Maurer schnell und hat etliche Sprünge zu bieten. Weil viele Athleten auf der technisch nicht allzu selektiven Strecke gute Zeiten schaffen, müsse man nicht zuletzt "sehr präzise fahren", die optimale Linie genau treffen und an den entscheidenden Stellen Geschwindigkeit mitnehmen, um eine Chance auf einen der vorderen Plätze zu haben. Insgesamt liege ihm die Strecke, meint er, sodass er durchaus mit Selbstvertrauen angereist war.

Dass Willingen und Maurer tatsächlich sehr gut zusammenpassen, ist spätestens jetzt kein Geheimnis mehr. Denn schon den Platzierungslauf, den sogenannten Seeding Run am Samstag entschied der Spalter für sich. Als Drittletzter gestartet, gelang ihm trotz eines "schnellen, aber nicht komplett mit Vollgas" gefahrenen Laufs die beste Zeit; ein angesichts der starken Konkurrenz "unerwarteter erster Platz, der dafür umso schöner war".

Neues Gefühl

Beim Finale am Sonntag startete Maurer dementsprechend als Letzter. Diese neue Situation habe ihn zeitweise schon etwas unter Druck gesetzt, gesteht er. Aus dem Juniorenbereich, wo er schon des Öfteren als Schnellster und damit als letzter Starter in einen Finallauf gehen durfte, war er es bislang gewohnt, dass "nach einem immer noch die Elite-Fahrer kommen. Nur diesmal stand eben niemand mehr oben. Alle warten nur auf dich." Das sei schon ein anderes Gefühl.

Maurer hielt dem Druck stand und wies die Konkurrenz (darunter neben dem amtierenden Deutschen Meister Max Hartenstern auch etliche erfahrene Spitzenfahrer wie Johannes Fischbach, Erik Irmisch und Co.) erneut in die Schranken. "Es war schon ein cooles Gefühl", erzählt der 19-Jährige, das erste Rennen als Elite-Fahrer zu gewinnen und gleichzeitig die schnellste Zeit des gesamten Tages hinter seinem Namen stehen zu haben. Das war ihm bislang noch nie gelungen.

Wie gut dieser alles entscheidende Lauf war, beweist auch noch eine weitere Zahl: Gegenüber dem Seeding Run verbesserte er seine Zeit ganz erheblich, nämlich um rund fünf Sekunden – eine kleine Ewigkeit auf einer Strecke wie Willingen.  

ANDREAS REGLER

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