Samstag, 14.12.2019

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Neue Stromtrasse: TenneT offen und gesprächsbereit

Im Schwabacher Stadtmuseum Entwürfe für die neue Juraleitung vorgestellt. - 25.05.2019 06:30 Uhr

Auf den Karten sahen die Bürger, wo die neuen Trassen geplant sind. Auf großen Computer-Bildschirmen, die auf Tischen lagen, konnten die Bürger ihre Ortschaft und ihr Haus heranzoomen. © Foto: Gunther Hess


Das Unternehmen, das die Leitung bauen will, zeigte sich offen und gesprächsbereit. Rund ein Dutzend TenneT-Mitarbeiter gingen auf die interessierten Bürger zu, boten ihre Hilfe an und fragten, was sie besonders interessiere.

Rundreise mit zehn Stationen

Schwabach war die zweite Station einer Rundreise von TenneT mit zehn Stationen entlang der vorgesehenen Leitungstrassen, die in Roßtal begonnen hatte und durch Mittelfranken und die Oberpfalz bis nach Niederbayern führt.

Rund 60 Interessierte ließen sich an den Ständern mit Landkarten und auf großen Computer-Bildschirmen, die in der Mitte auf Tischen lagen, zeigen, wo die neue Juraleitung hinkommen kann. Sie ist vorwiegend dazu gedacht, Strom durch Deutschland von Nord nach Süd zu transportieren. Er wird in Norddeutschland in der Regel im Überfluss produziert und im Süden gebraucht. An windarmen Tag kann der Norden aber auch von Solarstrom profitieren, der im Süden produziert wird.

Pläne stehen im Internet

Überraschungen gab es im Stadtmuseum nicht mehr, denn im Internet standen die Pläne schon seit ein paar Tagen. Das Unternehmen TenneT möchte vom Wissen und der Ortskenntnis der Anlieger an der Trasse profitieren und bittet um Hinweise auf Besonderheiten, wie geplante Hof- und Stall-Erweiterungen, Naturdenkmäler, Bodendenkmäler oder geschützte Tiere und Pflanzen. Die Bürger sind explizit dazu aufgerufen, ihre Kenntnisse über Besonderheiten auf den verschiedenen Trassen mitzuteilen. Auch neue Vorschläge sind willkommen. Die Bürger können ihre Hinweise online geben bis 31. Juli.

Den Mindestabstand von 400 Metern zur Wohnbebauung halten die Entwürfe größtenteils ein. Bedenken meldeten allerdings Landwirte an wegen der breiten Trasse, die wahrscheinlich für die Leitung im Wald nötig wird. Auch die Fundamente für die Masten – ein Bauer sprach hier von 1000 Quadratmetern pro Mast – bereitet Sorge.

Infos unter: https://gis.arcadis.nl/age_prod/juraleitung

GUNTHER HESS

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